Merkel gegen Boykott Israels wegen Siedlungsbaus

Deutsch-Israelische Regierungskonsultationen
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Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel lehnt einen Boykott Israels als Reaktion auf den fortgesetzten umstrittenen Siedlungsbau ab. Auf diese Weise könnten die Friedensverhandlungen im Nahen Osten nicht vorangebracht werden, sagte Merkel am Dienstag in Jerusalem bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Israels Ministerpräsident Netanyahu. Dies gehe nur auf dem Verhandlungsweg.


Netanyahu warnte, durch einen Boykott Israels würden auch die Palästinenser getroffen. Dies sei nicht der richtige Weg, um den Frieden voranzubringen. Israel sei im übrigen die einzige Demokratie im Nahen Osten. Die Einseitigkeit eines Boykotts wäre nicht gerecht.

Auch in einer anderen Frage zeigte Merkel Einigkeit mit Israel. Der Iran sei eine Bedrohung nicht nur für Israel, sondern auch für europäische Staaten. Deutschland strebe darum zusätzliche Atomgespräche mit den Iranern an.

Merkel und ein Großteil des deutschen Kabinetts halten sich derzeit zu Konsultationen in Israel auf. Der sozialdemokratische Vizekanzler Sigmar Gabriel, der in der Vergangenheit den Siedlungsbau Israels kritisierte, blieb jedoch fern – aus Krankheitsgründen, wie es in Berlin hieß.

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