Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger forderte neuen Strafbestand

Salzburg - In ihrem Vortrag an der Universität Salzburg hat Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger am Mittwoch einen neuen Strafbestand gefordert: "Verbrechen gegen künftige Generationen", so soll das Delikt heißen, den der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) mit Sitz in Den Haag ahnden soll.

Alle militärischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder wissenschaftlichen Aktivitäten, die der Umwelt schaden, die Sicherheit und Gesundheit von Menschen beeinträchtigen oder Ökosysteme gefährden, sollen zum Straftatbestand erklärt werden, schlug die Trägerin des Alternativen Nobelpreises laut einer Aussendung der Universität Salzburg vor.

Derzeit behandelt der Internationale Strafgerichtshof die Delikte Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Um die Erweiterung seiner Zuständigkeit zu erreichen, betreibt Jagger nun weltweit Informationsarbeit und bemüht sich, eine Lobby für ihr Anliegen zu bilden.

Jagger geht es insbesondere um den Schutz und den Erhalt einer gesunden Umwelt. “In Ecuador hat ein internationaler Ölkonzern ganze Landstriche mit giftigen Substanzen kontaminiert. Ich habe erlebt, wie Kinder in verseuchten Gewässern gebadet haben”, begründete die Vorsitzende des World Future Councils (WFC) ihr Bemühen. Der Vortrag fand im Rahmen eines zweiwöchigen Seminars der “Salzburg Law School on International Criminal Law” statt, an dem Juristen aus aller Welt teilnehmen.

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