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Meinl Bank zeigte Grasser wegen Geldwäscheverdachts an

Grasser wieder unter Beschuss
Grasser wieder unter Beschuss ©APA
Die Meinl Bank hat Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser wegen des Verdachts auf Geldwäsche angezeigt, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner neuen Ausgabe laut Vorausmeldung.

Im Zentrum stehen Bareinzahlungen Grassers bei der Meinl Bank. Der Sprecher der Meinl Bank, Thomas Huemer, sagte am Donnerstag auf Anfrage der APA, zu Kundenbeziehungen gebe die Bank grundsätzlich keine Stellungnahme ab. Die Bank halte sich selbstverständlich ans Bankwesengesetz, wonach bei widersprüchlichen Angaben Geldwäscheverdachtsmeldungen abzugeben sind.Wien. Grasser hatte 500.000 Euro bei der Meinl Bank bar eingezahlt. Das Geld soll laut Grassers Angaben von seiner Schwiegermutter Marina Giori-Lhota kommen, die ihn mit der Veranlagung beauftragt habe. Die Schwiegermutter hatte jedoch gegenüber dem Finanzamt dementiert, dass es ein derartiges Treuhandverhältnis gebe.

Anwalt weist Vorwürfe zurück

Grassers Rechtsanwalt Manfred Ainedter sieht in dem Vorgehen der Meinl Bank gegen seinen Mandanten keinen Grund zur Sorge. Es werde sich wohl um eine der gesetzlich vorgeschriebenen Verdachtsmeldungen handeln, meinte er auf Anfrage der APA. Einen Widerspruch in den Aussagen Grassers und denen seiner Schwiegermutter zu dem bei der Meinl Bank bar eingezahlten 500.000-Euro-Investment in einen Hypo-Alpe-Adria-Genussschein sieht Ainedter nicht.Die Aussage von Grassers Schwiegermutter habe sich nur darauf bezogen, dass Grasser sie nicht informiert habe, wie er ihr Geld veranlagt habe, so Ainedter. Das ändere nichts daran, dass die 500.000 Euro von ihr stammten und auch mit Gewinnen an sie zurückbezahlt worden seien. “Aus Sicht meines Mandanten besteht kein Grund zur Sorge”, betonte der Anwalt.
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