Mehr Sicherheit in der U-Bahn

Ein neues Steuerungssystem soll mehr Sicherheit auf U -Bahnsteigen bringen und sich vor allem bei Massenanstürmen bewähren.

Ein Computer errechnet, wie viele Personen in einen ankommenden Zug passen und lässt erst gar nicht mehr auf den Bahnsteig. Dazu wird die Bahn gewogen und so auf die Anzahl freier Plätze geschlossen. Die geplante U2-Station beim Happel-Stadion wird mit dem System ausgerüstet. 

Ein Simulationsbetrieb des von Arsenal Research entwickelten Systems an einer U4-Station verlief nach Angaben der Forscher erfolgreich. Die Station am Stadion wird mit Sensoren zur Zählung der Fahrgäste ausgestattet. Das Kernstück sind bewegliche Türen. Diese können von drei Gehspuren auf eine verengt, oder ganz geschlossen werden.

Um auch vor den eigentlichen Zugangstüren kein allzu großes Gedränge aufkommen zu lassen sind ein Stauraum und davor so genannte Vereinzler – schlangenförmig angeordnete Geländer – angebracht. „Derzeit befinden sich in Stoßzeiten bis zu 1.600 Leute auf einem Bahnsteig, das kann sehr gefährlich werden, vor allem wenn auch noch Alkohol im Spiel ist“, sagte Katja Schechtner von Arsenal Research gegenüber der APA.

Nach dem gesteuerten System sind – je nach Vorbelegung des Zuges – maximal 800 Personen am Bahnsteig. Trotz des deutlich verminderten Drucks der Menschenmassen ergibt sich nur eine minimale Verzögerung beim Abtransport der ganzen Menge.

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