Mehr Sicherheit im Bermudadreieck: Polizei setzt Vernetzungsbeamten ein

Der Vernetzungsbeamte im Einsatz
Der Vernetzungsbeamte im Einsatz ©BPD Wien
Das Bermudadreieck rund um den Schwedenplatz in der Wiener Innenstadt ist seit langem Wochenend-Hotspot für Jung und Alt. Damit gehen allerdinge regelmäßige Anrainerbeschwerden und Probleme wie Lärmerregungen, Alkoholexzesse und Straftaten einher. Abhilfe schafft ein "Vernetzungsbeamter" der Wiener Polizei.

Als Reaktion auf die zahlreichen Missstände und nächtlichen Vorfälle im Bermudadreieck wurde die Idee eines “Vernetzungsbeamten” ins Leben gerufen. Neben seiner sonstigen Tätigkeit bei der Exekutive übernahm Gruppeninspektor Robert Hanig vom Stadtpolizeikommando Innere Stadt bereits seit 1. Jänner 2012 diese Aufgabe.

Die Aufgaben des Vernetzungsbeamten

Der Vernetzungsbeamte stellt das Verbindungsglied zwischen den Lokalbesitzern und –betreibern, den behördlichen Ämtern, den Anrainern und den Gästen dar. Er nimmt auch an den monatlichen Sitzungen der Bürgerinitiativen teil und ist permanenter Ansprechpartner für die Türsteher. Weiters unterstützt er alle Beteiligten bei rechtlichen Anliegen und berät sie in Fragen des Jugendschutzes und dergleichen.

Maßnahme im Bermudadreieck zeigt Erfolg

Die positive Entwicklung im Bereich des Bermudadreiecks wird nicht nur von den Lokalbetreibern und Anrainern geschätzt, sondern ist als Erfolg auch klar messbar. Die Anzeigen an den strafbaren Handlungen Körperverletzungen und Raufhandel für den Bereich „Bermudadreieck” konnten im Jahr 2012 gegenüber dem Jahr 2011 um 23,1 % gesenkt werden.

Dieser positive Trend konnte im ersten Halbjahr 2013 noch fortgesetzt werden. So wurde eine weitere Reduktion dieser Deliktsgruppe gegenüber dem ersten Halbjahr 2012 um 47,1 % erzielt. Die Aufklärungsquote für diesen Deliktsbereich im gesamten Bezirk Innere Stadt wurde im 1. Halbjahr 2013 um 22,92 % gesteigert.

Polizist als Brückenbauer und Vermittler

„Der Vernetzungsbeamte ist ein wichtiger Brückenbauer zwischen Anrainer, Lokalbetreiber und Lokalbesucher aber auch von behördlichen Ämtern. Er kann direkt und unbürokratisch Missverständnisse ausräumen und bei der Schaffung von klaren Verhältnissen unterstützen.”, freut sich auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner über das innovative Erfolgsprojekt der Wiener Polizei im Bermudadreieck.

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