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Mehr Sicherheit für unsere Lebensmittel

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Die EU-Kommission will die Lebensmittelkennzeichnung neu regeln. Die Arbeiterkammer fordert bessere Lesbarkeit und verpflichtende Herkunfts- und Nährwertangaben.

Bis Mitte Juni können Konsumentenschützer, Regierungen und Interessenvertretungen ihre Wünsche vortragen, dann beginnt ein – vermutlich mehrjähriger – Diskussionsprozess. Die Arbeiterkammer tritt für eine bessere Lesbarkeit der Etiketten ein sowie für verpflichtende Herkunfts- und Nährwertangaben. Grundsätzlich solle auf den Verpackungen künftig nicht weniger draufstehen als bisher.

Die Informationsmenge, die Hersteller auf verpackten Waren den Käufern zur Verfügung stellen müssen, darf nicht kleiner werden, forderte der Leiter der Abteilung Konsumentenschutz der AK Wien, Harald Glatz, bei einer Pressekonferenz. Darunter fallen u.a. Sachbezeichnung, Name und Anschrift der Firma, Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeit, Bestandteile und Zusatzstoffe sowie Lagerbedingungen. Wichtig sei, dass auch künftig die Angaben direkt am Produkt stehen.

Ein wichtiges Anliegen ist eine bessere Lesbarkeit. Mindestschriftschriftgrößen ab 1,5 mm sollen verhindern, dass Einkäufer im Supermarkt am liebsten eine Lupe zur Hand hätten. Eine AK-Befragung von 50 Personen habe gezeigt, dass Schriftgrößen von 0,6 bis 1,5 Millimeter mit schlechtem Farbkontrast vielfach als unlesbar empfunden werden, berichtete Glatz. Ein Gutachter der Wiener Lebensmittelversuchsanstalt beurteilte Schriftgrößen zwischen 0,76 und 1,14 mm als „nicht leicht lesbar”.

Die Konsumentenschutzorganisationen gingen beim Thema Kennzeichnung „europaweit in die gleiche Richtung”, sagte Glatz. Bis die neue Regelung kommt, wird es trotzdem dauern: Hersteller und Handel argumentieren oft mit Platzmangel, außerdem würden die Kunden die Angaben ohnehin kaum lesen. „Oft wird es nicht gelesen, weil es eben unlesbar ist”, hält da AK Wien-Konsumentenschützer Heinz Schöffl dagegen. Auch das Platzargument lässt er nicht gelten: „Für Werbeaussagen ist auf den Verpackungen jede Menge Platz.”

Deswegen setzt sich die AK für weitere Informationen im Sinne der Konsumenten ein: Künftig soll es eine verpflichtende Herkunftslandkennzeichnung für verarbeitete Produkte geben. Außerdem sollen auf jedem Produkt die Nährwertangaben (Kalorien, Fett, Kohlenhydrate, Zucker) zu finden sein.

Versuche mancher Hersteller, ihren Kunden Produktinformationen über das Internet statt auf der Verpackung anzubieten, wurden kritisiert. „Information ist eine Bringschuld der Unternehmer”, betonte Schöffl. „Die Kaufentscheidung findet im Supermarkt statt, Internet ist da keine Lösung”, sagte Glatz.

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