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Mehr Frauen an die Technische Uni!

An der Technischen Universität (TU) Wien startet unter dem Titel "Women in Technology" (WIT) ein spezielles Programm für Dissertantinnen. Ziel des vierjährigen Projekts ist, den Frauenanteil an der TU Wien dauerhaft anzuheben.

Langfristig “müssen technische Berufe attraktiv genug werden, um Frauen anzulocken”, betonte TU Wien-Rektor Peter Skalicky bei der Präsentation am Dienstag in Wien.

WIT hat nach drei Jahren den Sprung vom Pilotprojekt am Institut für Informatik zum regulären Förderprojekt des Programms “fFORTE” (“Frauen in Forschung und Technologie”) geschafft. Acht Dissertantinnen werden von 2008 bis 2011 als wissenschaftliche Assistentinnen an den vier teilnehmenden Fakultäten (Chemie, Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau) angestellt. Dadurch werde der “leider noch sehr niedrige Frauenanteil” an der TU erhöht, so Gerald Steinhardt, Dekan der Informatik-Fakultät. Er gehe davon aus, dass das Projekt nach Ablauf des ersten Durchgangs weitergeführt werde.

Die acht Teilnehmerinnen erarbeiten nicht nur ihre Dissertation, sie erwerben auch Zusatzqualifikationen wie Kommunikationstechniken oder Management, erläuterte WIT-Projektleiter Franz Rammerstorfer. Zum Programm gehört auch das Publizieren wissenschaftlicher Ergebnisse und aktives Engagement in der internationalen Forschungsgemeinschaft sowie interdisziplinärer wissenschaftlicher Austausch bei Dissertantinnenkollegs.

Besondere Bedeutung habe auch die Funktion der acht jungen Frauen als Vorbilder, sagte Skalicky. Bei Seminaren, Workshops oder öffentlichen Veranstaltungen wie dem Töchtertag sollen sie Mädchen zum Studium an der TU motivieren. “Wir erhoffen Vorbildwirkung, auch bei den jungen Frauen, die erst ins Haus kommen werden”, betonte Skalicky. Als Grund für den geringen Frauenanteil bei den technischen Studien sieht Skalicky eine generelle Gleichgültigkeit der Gesellschaft gegenüber Technik und das Klischee von der Technik als “unweibliche” Wissenschaft: “Das ist nicht gut, weil Talente brachliegen.”

Traditionelle Rollenbilder haben aus seiner Sicht keine Auswirkung. “Ob Mädchen im Kindergarten Waschlappen gestrickt oder mit der Eisenbahn gespielt haben, ist egal. Die technischen Berufe müssen attraktiv genug werden, um Frauen anzulocken.”

Laut Brigitte Ratzer, Leiterin der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies, ist Österreich derzeit mit Deutschland “absolutes Schlusslicht” beim Frauenanteil an technischen Studien in Europa. Nur 24,3 Prozent der Studierenden an der TU Wien waren 2007 weiblich, unter den Absolventen waren es 20,6 Prozent, unter den wissenschaftlichen Mitarbeitern 16,7. Bei den Professoren standen 140 Männer sieben Frauen gegenüber.

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