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Mehr als hundert Tote bei Kämpfen

Bei Kämpfen zwischen der marxistischen FARC-Guerilla und rechtsgerichteten Paramilitärs sind in Südkolumbien nach Behördenangaben mehr als hundert Menschen getötet worden.

Die von der Armee angegebene Zahl von 15 Todesopfern sei weit untertrieben, sagte der Bürgermeister der Stadt Valparaóso, Luis Carlos Becerra, am Samstag (Ortszeit) dem Radiosender Caracol. „Wir sprechen von mehr als hundert Toten.“ Unter ihnen seien auch zahlreiche Zivilisten. Rund 250 Familien hätten nach Morddrohungen ihre Häuser verlassen. Im Bereich von Valparaiso lieferten sich seit 9. August Guerilleros der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) schwere Kämpfe mit den Paramilitärs.

Die FARC, mit rund 17.000 Kämpfern die größte linksgerichtete Guerillaorganisation Lateinamerikas, kämpft seit 1964 gegen die Regierung in Bogota. In dem dem seit fast vier Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen der Guerilla, ultrarechten paramilitärischen Gruppen und der Armee kamen mehr als 200.000 Menschen ums Leben. Die neue Regierung unter Alvaro Uribe will hart gegen die Guerilla vorgehen. Wenige Tage nach seinem Amtsantritt am 7. August verhängte der Staatschef den Ausnahmezustand über das südamerikanische Land.

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