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Mehr als die Hälfte der Österreicher hat Schlafprobleme

Mehr als die Hälfte der Österreicher leiden an Schlaflosigkeit.
Mehr als die Hälfte der Österreicher leiden an Schlaflosigkeit. ©pixabay.com (Sujet)
In Österreich leiden mehr als die Hälfte der Bevölkerung an Schlafproblemen. „Die Schlafcoachin“ Melanie Pesendorfer warnt vor gesundheitlichen und gesellschaftlichen Langzeitfolgen.

Am 19. März ist World Sleeping Day. Mit diesem will man auf die starke Belastung der Gesellschaft durch Schlafprobleme aufmerksam machen. Schlaflosigkeit ist zwar nicht erst seit Corona ein Problem, Schlafstörungen haben in dieser Zeit jedoch zugenommen.

Coronapandemie bringt die Österreicher um ihren Schlaf

Existenzängste, Furcht vor einer Ansteckung mit Covid-19, massive Veränderungen im Privat- oder Berufsleben oder generell die Angst einer ungewissen Zukunft rauben vielen Österreichern aktuell den Schlaf. Es kommt zu Schlafproblemen wie Schlaflosigkeit, Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten. Die Nachfrage nach Medikamenten und pflanzlichen Heilmitteln für Psyche und Schlaf steigt dabei drastisch an und Apotheken melden ein Umsatzwachstum von mehr als 30 Prozent. Das hat jedoch langfristige Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesundheit.

„Wie eine Gesellschaft schläft, sagt viel über unser Leben und den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Ein gestörter, schlechter oder mangelnder Schlaf verhindert nicht nur, dass sich unsere Zellen regenerieren. Schwerwiegende Folgen sind vor allem Schläfrigkeit am Tag, leichte Reizbarkeit, Depressionen und Burnout. Leistungsvermögen, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit lassen stark nach. So können aus einem persönlichen Problem schnell auch gesellschaftliche Folgen werden. Beispielsweise verändert schlechter oder zu wenig Schlaf das Urteilsvermögen und erhöht die Fehleranfälligkeit und das Unfallrisiko im Straßenverkehr", so Melanie Pesendorfer, Gründerin und Geschäftsführerin von „Die Schlafcoachin“.

Warum Schlaf so wichtig für Körper und Geist ist

Guter Schlaf ist enorm wichtig für Körper und Geist.  Dabei finden in einem aktiven, körperlichen Regenerationsvorgang physische, psychische und neurologische Erholungsprozesse statt. Alle Eindrücke des Tages werden so verarbeitet und damit emotionales Gleichgewicht wiederhergestellt.  Wer gut schläft, stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern ist voller Energie,leistungsfähiger und glücklicher. „Gut zu schlafen heißt auch, Vertrauen ins Leben zu haben und in sich selbst, weil man die Kontrolle zumindest für ein paar Stunden abgibt“, sagt Pesendorfer.

Wer mehr als drei Mal pro Woche und länger als zwei Monate hindurch nicht gut ein- oder durchschlafen kann, sollte rasch handeln. Denn: Schlafstörungen führen unausweichlich zu körperlichen und psychischen Problemen. Pesendorfer dazu: „Mit den richtigen gesundheitsfördernden Maßnahmen und einer innovativen Behandlung von individuellen Schlafstörungen können wir verhindern, dass es in den nächsten Jahren zu einem massiven Anstieg an Krankheiten wie Angststörungen, Depressionen, Herz-Kreislauferkrankungen kommt. Darüber hinaus können wir dem akutem Medikamentenanstieg und der damit verbundenen Kostenexplosion für Versicherungen wie Staatshaushalt effektiv entgegenwirken."

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