Mehr als 800 Tote bei Hitzewelle in Indien

Teile Indiens leiden unter extremer Hitze
Teile Indiens leiden unter extremer Hitze
Der Hitzewelle in Indien sind innerhalb einer Woche bereits mehr als 800 Menschen zum Opfer gefallen. Bei Temperaturen von fast 50 Grad meldeten die Behörden im Bundesstaat Andhra Pradesh am Dienstag 551 Hitzetote. Im Nachbarstaat Telangana gab es 231 Todesopfer, weitere Tote gab es in Orissa und Westbengalen. Weil die Hitze laut Prognosen vorerst nicht nachlässt, werden weitere Tote befürchtet.


Die Temperaturen stiegen in Andhra Pradesh am Dienstag auf bis zu 47 Grad, in der Hauptstadt Hyderabad waren die Straßen tagsüber menschenleer. Weil die Temperaturen weiter bei über 45 Grad liegen dürften, rief der indische Wetterdienst auch noch für Mittwoch in mehreren Bundesstaaten die höchste Alarmstufe Rot aus. In Andhra Pradesh rieten die Behörden den Bewohnern, nicht ohne Kopfbedeckung nach draußen zu gehen und viel Wasser zu trinken, wie der Katastrophenschutz-Vertreter P. Tulsi Rani sagte.

Auch die indische Hauptstadt Neu Delhi ist von der Hitzewelle betroffen. Wie die Zeitung “The Hindustan Times” berichtete, wurden am Montag 45,5 Grad gemessen, auf einigen Straßen schmolz der Asphalt. Betroffen von der Hitzewelle sind vor allem arme Inder, die unter freiem Himmel arbeiten. “Die Geschäfte laufen schlecht, aber es gibt nichts, was ich sonst tun könnte” sagt Hari Om, der in der glühenden Hitze Essen verkauft. “Die Leute gehen nicht raus und haben keine Lust auf Essen. Sie wollen nur kaltes Wasser.”

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