MedUni Wien: Ärzte versammeln sich zur Kundgebung

Die Ärzte rufen zur Kundgebung auf.
Die Ärzte rufen zur Kundgebung auf. ©APA
Es dürfte zu einer Eskalation im Konflikt rund um die Besetzung der Universitätskliniken der MedUni Wien im AKH mit Ärzten kommen. "Die Ärzte werden sich kommenden Dienstag versammeln," so der Betriebsobmann des wissenschaftlichen Personals der MedUni Wien, Thomas Perkmann.
Kliniken drohen mit Anzeige
Verantwortung zurückgewiesen
Engpässe befürchtet
Nachtdienste gestrichen

Innerhalb der Ärzteschaft der Universitätskliniken der MedUni Wien im AKH gibt es seit Monaten heftige Kritik, weil Rektor Wolfgang Schütz Journal-Nachtdienste kürzen will. Seit Anfang des Jahres ist das bei elf Diensträdern bereits der Fall. Die Ärzte, allesamt Bundesangestellte (MedUni Wien/Wissenschaftsministerium) werden – so die Situation am Montag – außerhalb des AKH demonstrieren.

“Nachdem man uns nicht die Möglichkeit gibt, die Versammlung in der Eingangshalle des AKH durchzuführen und zu der infrage kommenden Zeit auch kein passender Hörsaal frei ist, werden wir uns halt außerhalb versammeln. Das wird dann ein bisserl größer und umfangreicher”, sagte Perkmann.

MedUni: Personalprobleme

Die Vorgeschichte: Zunächst gab es Mitte Oktober 2013 heftige Proteste wegen der Auswirkungen der zwischen dem Betriebsrat des wissenschaftlichen Personals und der MedUni Wien in Person von Rektor Wolfgang Schütz abgeschlossenen Betriebsvereinbarung. Die Ärzte im Journal-Nachtdienst gehen seither nach 25 Stunden aus dem patientenbezogenen Dienst und sollen sich im Nachtdienst eventuell noch der Forschung etc. widmen. Das Ergebnis: Es fehlten jeden Vormittag 173 Ärzte für den Routinebetrieb mit den Ambulanzen.

Nachtdienste entfallen

Die nächste Stufe der Auseinandersetzungen: Nach einem vor zwei Jahren nicht gelungenem Versuch, 24 dieser Journal-Nachtdienste zu streichen, startete der Rektor mit Anfang des Jahres einen neuerlichen Anlauf: Entfall von elf Nachtdiensten, dafür das Versprechen der Aufnahme von 22 Ärzten zusätzlich. Vergangenen Freitag gab es ein Treffen zwischen den Primarärzten und dem Rektor.

Die Sachlage gestaltet sich gerade bei den Wiener Universitätskliniken im AKH deshalb so schwierig, weil es mehrere Beteiligte mit zum Teil sehr unterschiedlichen kurz- und langfristigen Interessen gibt: Rektorat, Ärzteschaft, Primarii und natürlich das AKH als größtes Krankenhaus Österreichs mit den Ärzten eines anderen Dienstgebers.

(APA)

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