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Medienpreis für rechtes Blatt "Zur Zeit": Verleihung abgesagt

Die dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller (FPÖ) sollte eigentlich den Preis vergeben.
Die dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller (FPÖ) sollte eigentlich den Preis vergeben. ©APA/HANS PUNZ
Nach der Ankündigung eines Medienpreises für das rechte Blatt "Zur Zeit" gingen die Wogen hoch. Die Verleihung wurde daher abgesagt.

Die geplante Verleihung eines Medienpreises für die Herausgabe des rechts stehenden Blatts “Zur Zeit” am 8. November im Palais Epstein ist abgesagt worden. Das teilte das Büro der Dritten Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller (FPÖ) am Dienstag mit. Die Verleihung im Rahmen des Dinghofer-Symposiums hatte für Kritik gesorgt, nicht zuletzt wegen eines faschistoiden Artikels in “Zur Zeit”.

Text “versehentlich” ins Blatt gerutscht

Bereits am Montag hatte sich das der FPÖ nahestehende Wochenmagazin “Zur Zeit” vom Artikel inhaltlich distanziert. Der Text sei aus Versehen ins Blatt gerutscht und sei eigentlich als “Brutal-Satire” gedacht gewesen. Darin wird unter anderem die Einführung von “Arbeitshäusern”, die “Korrektionsmöglichkeit” im Wachzimmer, die Abschaffung “unnötiger Studienrichtungen” und die Säuberung des ORF von “linksextremen Elementen” gefordert.

Aberkennung nicht fix

Ob die Absage der Veranstaltung auch die definitive Aberkennung des Preises für die Herausgeber von “Zur Zeit” bedeutet, konnte man in Kitzmüllers Büro auf APA-Anfrage nicht definitiv sagen. Dort wurde auf die kurz gehaltene Aussendung verwiesen.

(APA/red)

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