Medienbericht: Österreichischer Major schoss US-Soldaten in Afghanistan an

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Wochenende in Afghanistan.
Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Wochenende in Afghanistan. ©APA/Helmut Fohringer
Vergangenes Wochenende wurde ein US-Soldat in Afghanistan durch einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Majors des österreichischen Bundesheers am Knie getroffen.

Aus der Dienstwaffe eines in Afghanistan stationierten Majors des österreichischen Bundesheers hat sich am Wochenende ein Schuss gelöst. Ein US-Armeeangehöriger wurde dabei am Knie getroffen. Darüber berichtete die Tageszeitung Kurier am Dienstag per Aussendung. “Wie es dazu gekommen ist, muss jetzt erst untersucht werden”, sagte Stefan Hirsch, Sprecher des Verteidigungsministeriums, zur APA.

Neun Stabsoffiziere befinden sich derzeit im Rahmen der “Resolute Support Mission”, die zur Aufgabe hat, die afghanische Regierung beim Aufbau ziviler und militärischer Kapazitäten und Strukturen zu unterstützen, in Kabul. Das Camp dürfen sie aus Sicherheitsgründen nicht verlassen.

“Schusszwischenfall” in Afghanistan

Der “Schusszwischenfall” habe sich Samstag in der Früh ereignet. “Der Offizier wird nach Österreich zurückbeordert, dann wird Strafanzeige erstattet und ein Disziplinarverfahren eingeleitet”, bestätigte Oberst Michael Bauer vom Ministerium der APA. Laut Kurier wird betont, dass kein Alkohol im Spiel war. Das Ministerium gehe von “menschlicher Fehlleistung bzw. einer Unachtsamkeit” als Ursache aus. Der US-Soldat wurde bereits in die Heimat gebracht und dort weiter versorgt.

Im Mai 2009 war ein damals 25-jähriger niederösterreichischer Soldat im Kosovo von einem Kollegen durch einen Schuss in die linke Schulter verletzt worden. Ein Untersuchungsbericht kam zu dem Schluss, dass Unachtsamkeit vorlag.

(APA, Red.)

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