Mausi kämpft tapfer im Dschungel

© RTL
Gestern hatte Mausi ihre 1. Dschungelprüfung und man muss schon ein wenig überrascht sein, denn unser Dschungelexport verträgt sich ganz gut mit den Kakerlaken und Würmern im Dschungel der RTL-Show "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!"

Und das ohne Fauxpas zu liefern oder in den ersten Zickenkrieg verwickelt zu werden. Während die deutschen Promis in Gorilla-Manier um Aufmerksamkeit buhlten, zog “unser” Mausi im Lauf der Sendung allerdings zunehmend den Schwanz ein.

Mit strahlendem Lächeln und mondänem Sommerkleidchen präsentierte sich Lugner noch zu Beginn der Show. “Ich sollte das ganze vielleicht sportlicher sehen”, scherzte die Quoten-Österreicherin über ihr Urwaldabenteuer als “Klassentreffen” mit “Skikurscharakter”. Bevor Mime Günther Kaufmann als Mitstreiter um die Dschungel-Krone seinen Kopf in Kakerlaken, Fischinnereien und bissige Ameisen tauchen musste, erwartete sich Mausi offenbar einen “Erholungsurlaub” der besonderen Art: “Toll ist, dass ich hier nicht kochen muss. Hier hat man ja nicht viel zu kochen – Bohnen, ein bisschen Reis und so.”

Mit dem Spucken großer Töne war es dann aber bald vorbei: Still und zurückhaltend auf der Bank kauernd wurde Lugner zunehmend zur grauen Maus degradiert und überließ der theatralischen Lorielle London – alias Lorenzo von “Deutschland sucht den Superstar” – die australische Wildnis.

Dabei hatte vor allem Teilnehmerin Giuila Siegel nur Lob für den “Ösi” in der Runde auf den Lippen: “Richtig lustig, bodenständig, klug und mit Wiener Schmäh”. Mit Kommentaren über den Namen von Mitbewohner Nico Schwanz – “Ja, da muss man schmunzeln!” – versuchte sie diesen vor ihrer Stilisierung zur Randfigur auch unter Beweis zu stellen.

Immerhin tat Mausi das beste, um das Niveau der Sendung hoch zu halten: Während Model Giulia Siegel und Lorielle London die einheitlichen Dschungel-Tops rafften, um nur mehr knapp ihre Brustwarzen zu bedecken, blieb die Ex-Gattin von Baulöwe Richard Lugner züchtig – mehr als nackte Schultern bekam niemand zu Gesicht. Modetechnisch konnte sie sich mit dem bodenständigen Outfit nicht ganz anfreunden: “Mit Stilettos geht das ja noch halbwegs, aber ohne schaut es irgendwie komisch aus”, raunzte sie über die verteilten Sport-Shorts.

Trotz der etwas seltsam anmutenden Wahl der einzig erlaubten Luxusgüter – Puder und Haarkur – gab sich Mausi bis zum Schluss gewappnet für die Herausforderungen des kargen Lagerlebens: “Geh’ nie in ein Gewässer, dass du nicht kennst, es könnten sich Krokodile, Schlangen und Blutegel darin herumtreiben” – sprach’s und stürzte sich wagemutig ins trübe Nass.

Die wahren Ekel-Abenteuer stehen der “Nummer 6” der zehn Anwärter auf den Titel “Dschungelkönig” aber noch bevor. Aufgaben wie der Genuss von zweifelhaften Cocktails a la “Känguru-Penis Colada” oder “Straußeneier-Likör” bleiben bis Samstag noch Lorielle vorbehalten – zumindest solange, bis die Zuseher Mausi bei einer Dschungelprüfung zum Maden-Essen verdonnern. Wird sie nicht rausgewählt, bleiben dafür theoretisch noch 15 Folgen Zeit.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Mausi kämpft tapfer im Dschungel
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen