Matthiessen wird Menschenrechtsbeauftragter

Der bisherige Leiter der Abteilung für ziviles Krisenmanagement im Generalsekretariat des EU-Rats in Brüssel, der Däne Matthiessen, wird neuer persönlicher Menschenrechtsbeauftragter des außenpolitischen Repräsentanten der EU, Javier Solana.

Diese Entscheidung gab das Büro Solanas am Montag in Brüssel bekannt.

Auf die Schaffung eines derartigen Postens haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel im vergangenen Dezember geeinigt. Österreich hatte den Vorschlag mit Argwohn verfolgt, da es eine Einschränkung der Kompetenz der in Wien ansässigen Europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) fürchtete. Die Stelle wird in diesem Jahr zur Agentur aufgewertet. Auch eine Beschneidung der Kompetenzen von EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner wurde von Seiten Österreichs befürchtet.

Vor seiner bisherigen Tätigkeit hatte Matthiessen in der zuständigen Stabsabteilung für das europäische Lagezentrum („Sitcen“) gearbeitet, die ebenfalls im EU-Ministerrat unter Obhut Solanas angesiedelt ist. Von 1997 bis 1999 war er im Außenamt in Kopenhagen für die Beziehungen Dänemarks zur EU zuständig. Anfang der 90er Jahre war Matthiessen als Sektionschef im dänischen Außenministerium für Jugoslawien zuständig.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Matthiessen wird Menschenrechtsbeauftragter
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.