Mattersburg lässt nichts mehr anbrennen

©APA
Der SV Mattersburg hat mit einem Heimsieg aus eigener Kraft den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga geschafft.

Die Burgenländer besiegten den LASK in der 36. Runde am Sonntagnachmittag daheim 3:1 (2:0) und waren damit vom Ausgang des Spiels des Absteigers SCR Altach in Salzburg (1:4) unabhängig. LASK-Kurzzeittrainer Hans Krankl verabschiedete sich mit einer Niederlage aus Linz. Von neun Partien gewann der Ex-Teamchef drei und remisierte einmal.

Die Mattersburger kontrollierten das Spiel über weite Strecken. Der LASK, der im für ihn bedeutungslosen letzten Saisonspiel auf die gesperrten Routiniers Ivica Vastic und Christian Mayrleb verzichten musste und Abwehr-Methusalem Michael Baur gar nicht auf die Auswärtsreise mitgenommen hatte, machte den Gastgebern das Leben in der ersten Hälfte zudem mit groben Abwehrschnitzern leicht. Michael Mörz war nach Uneinigkeiten zwischen Davorin Kablar und Pablo Chinchilla in der 18. Minute der Nutznießer und schob den Ball nach Ilco Naumoskis Zuspiel zur Führung ins Tor.

In der 26. Minute war die Partie praktisch entschieden, als LASK-Tormann Silvije Cavlina Mörz einen Ausschuss vor die Füße servierte. Der Mattersburger Kapitän schupfte den Ball aus mehr als 30 Metern ins leere Tor. Die Linzer kamen nach einer Stunde ziemlich überraschend noch einmal heran. Mario Mijatovic (58.) war mit einem scharfen Freistoß von rechts erfolgreich. Mattersburg hatte mehr Spielanteile und war auch gefährlicher, obwohl der LASK insgesamt drei Abseitstore erzielte.

Zuvor hatte Ostoja Stjepanovic (53.) mit einem Seitfallrückzieher nach Flanke von Thomas Wagner für einen der wenigen Höhepunkte im Spiel gesorgt. Das Match plätscherte bis zum Schlusspfiff dahin, die Angriffsbemühungen der Linzer endeten meist an der Strafraumgrenze. In der 87. Minute stocherte Thomas Wagner den Ball nach einem Corner von Cem Atan über die Linie und sorgte für den 3:1-Endstand.

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): “Ich bin unheimlich stolz. Wir haben verdient gewonnen, leider war nicht der letzte Druck vorhanden. Nächstes Jahr werden wir sicher nicht im selben Fahrwasser sein.”

Hans Krankl (LASK-Trainer): “Ich bin nicht froh, dass Janko meinen Torrekord nicht gebrochen hat. Zeitungsmeldungen, die das behaupten, gehen mir schon auf die Nerven. Er war knapp dran, jetzt ist der Rekord für die Ewigkeit. Ich habe meine Mission in Linz erfüllt. Heute haben wir leider verloren, die Mannschaft hätte sich ein Unentschieden verdient.”

Michael Mörz (Mattersburg-Kapitän): “Es war ein super Match. In der zweiten Halbzeit haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Das Altach-Heimspiel und der Sieg letzte Woche bei Rapid waren die entscheidenden Partien. Wir haben es aus eigener Kraft geschafft.”

SV Mattersburg – LASK Linz 3:1 (2:0)
Mattersburg, Pappelstadion, 7.800, SR Plautz

Torfolge: 1:0 (18.) Mörz, 2:0 (26.) Mörz, 2:1 (58.) Mijatovic (Freistoß), 3:1 (87.) Wagner

Mattersburg: Gerdenitsch – Pauschenwein, Mravac, Malic, Sedloski – Atan, Stjepanovic, Velicky (74. Salamon), Mörz (85. Lindner) – Naumoski (68. Jancker), Wagner
LASK: Cavlina – Hoheneder, Kablar, Chinchilla (78. Kragl), Rasswalder – Klein, Majabvi, Piermayr, Saurer – Mijatovic, Wallner

Gelbe Karten: Stjepanovic, Naumoski, Velicky bzw. Rasswalder
Die Besten: Mörz, Naumoski bzw. Mijatovic

  • VIENNA.AT
  • Fußball
  • Mattersburg lässt nichts mehr anbrennen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen