Mattersburg geht in Ried unter

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Der SV Mattersburg hat im Abstiegskampf aus der Freitag-Niederlage von Altach gegen den LASK kein Kapital schlagen können.

Die Burgenländer kassierten am Samstag gegen SV Ried durch Treffer von Nacho (24.), Salihi (31., 59.) und Drechsel (41.) eine 0:4-(0:3)-Auswärtsniederlage und liegen damit drei Runden vor Schluss weiterhin nur dank der besseren Tordifferenz vor dem Schlusslicht aus Vorarlberg.

Dabei erarbeiteten sich die Gäste zunächst eine leichte Feldüberlegenheit, ohne aber ernsthaft vor das Rieder Gehäuse zu kommen. Die schwach gestarteten Innviertler hingegen gingen mit ihrer ersten nennenswerten Offensivaktion in Führung, als Nacho in der 24. Minute eine scharfe Hereingabe von Mader mit dem Hinterkopf verwertete.

Mit diesem Gegentreffer war es um die Ordnung im Spiel der Mattersburger geschehen, plötzlich durften die in dieser Saison vor eigenem Publikum weiter ungeschlagenen Hausherren nach Belieben schalten und walten und sorgten noch in der ersten Hälfte für die Entscheidung. In der 31. Minute ließ Goalie Gerdenitsch, Ersatzmann für die verletzten Bliem und Borenitsch, einen Querpass von Kujabi fallen, Salihi musste nur noch aus kurzer Distanz abstauben. Zehn Minuten später war Drechsel nach Nacho-Vorlage mit einem Schuss von der Sechzehnerlinie erfolgreich.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten sich die Auflösungserscheinungen der Mattersburger. Angriff um Angriff rollte zunächst in Richtung SVM-Strafraum, doch die im Stile eines Absteigers agierenden Burgenländer hatten Glück und mussten nur noch einen Gegentreffer durch Salihi (59.) hinnehmen, der Mravac mühelos aussteigen ließ und ins lange Eck einschoss. Danach ließen die Rieder Gnade vor Recht ergehen und agierten nicht mehr mit der letzten Konsequenz.

Durch die hohe Niederlage schrumpfte der Vorsprung der im gesamten Spieljahr auswärts sieglosen Mattersburger (der bisher letzte SVM-Treffer in der Fremde fiel im vergangenen Dezember) auf Altach auf fünf Tore. Angesichts der desolaten Leistung im Fill-Metallbau-Stadion dürfte den Burgenländern auch die laut Papierform leichtere Auslosung keine große Hoffnung machen. Die Truppe von Franz Lederer trifft noch auf Austria Kärnten (h), Rapid (a) und den LASK (h). Altach bekommt es mit der Austria (a), Kapfenberg (h) und Salzburg (a) zu tun.

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): “Ich bin über meinen Schatten gesprungen und habe der Mannschaft am Sonntag freigegeben. Ich habe mir das Spiel schwerer vorgestellt und mehr Gegenwehr erwartet. Die Mattersburger waren nach dem 0:3 endgültig gebrochen. Ich habe vier Nachwuchsspieler eingesetzt, sie sind die ersten Schritte in Richtung Profi gegangen. Hoffentlich geht unsere Heimserie am nächsten Wochenende gegen Rapid weiter.”

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): “Wir haben nach 25 Minuten die taktische Disziplin sausenlassen. Wir haben Ried zu viele Räume überlassen und unnotwendige Tore bekommen. Die Mannschaft hat durch die Bank nicht die Konsequenz und Disziplin auf den Platz gebracht. Vielleicht war es gut so, dass es heute passiert ist und im nächsten Heimspiel wissen die Burschen wieder, worum es geht. Wir stehen seit Wochen unter Druck und müssen immer aufs Neue Energie aufbauen. Es war leider ein kollektiver Ausrutscher. Der SVM steigt sicher nicht ab.”

SV Ried – SV Mattersburg 4:0 (3:0)
Fill-Metallbau-Stadion, 5.300, Meßner

Torfolge: 1:0 (24.) Nacho, 2:0 (31.) Salihi, 3:0 (41.) Drechsel, 4:0 (59.) Salihi

Ried: Gebauer – Brenner, Stocklasa, Gabriel – Hackmair (75. Hadzic), Mader, Kujabi (67. Pllana) – Lexa, Drechsel, Nacho – Salihi (79. Ziegl)
Mattersburg: Gerdenitsch – Sedloski, Malic, Mravac, Velicky (46. Pauschenwein) – Atan (81. Lindner), Seidl, Schmidt, Mörz – Jancker (65. Stjepanovic), Wagner

Gelbe Karten: Nacho bzw. Schmidt
Beste Spieler: Lexa, Drechsel, Hackmair bzw. keine

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