Matt Dillon: Regisseur aus Verzweiflung

©EPA
Schauspieler und Regisseur Matt Dillon hat nur hinter die Kamera gewechselt, weil seine Karriere vor der Kamera nicht gut lief.
Matt Dillon

Aus Not entwächst oft Gutes: Hollywoodler Matt Dillon (45) entschied sich dazu, es als Regisseur und Drehbuchautor zu versuchen, weil seine Schauspiel-Karriere “erbärmlich” war.

Im Jahr 2000 merkte der Star, dass er in Hollywood nicht einmal mehr die Rollen bekam, die er nicht wollte, und fiel in eine tiefe Depression. Statt sich aber von den miesen Gefühlen überrollen zu lassen, schrieb er 2002 den Thriller “City of Ghosts”, führte die Regie und spielte die Hauptrolle.

“Der Auslöser, warum ich diesen Film schrieb, die Regie führte und die Hauptrolle spielte, war, weil ich verstanden hatte, dass ich verloren war”, beschrieb der Star seine damalige Situation und verdeutlichte: “Ich war deprimiert, weil ich einen Job, den ich eigentlich nicht haben wollte, nicht bekommen hatte. Das ist wirklich ein erbärmlicher Zustand. Das motivierte mich also dazu, zu gucken, was ich als Regisseur bewegen könnte.”
Der Plan ging auf: “City of Ghosts” wurde ein Kassenschlager und Dillon konnte seither einige große Rollen an Land ziehen. Kaum erfolgreich, kapierte der smarte New Yorker endlich, dass seine Karriere nicht das Wichtigste im Leben ist.

“Ich bin froh, es getan zu haben, aber zur selben Zeit: Die Karriere das einzige sein lassen, das dich begleitet? Das ist dumm”, erklärte Dillon dem Szenemagazin “Total Film”. “Ich bin nicht wirklich daran interessiert meiner Karriere zu erlauben, zu definieren wer ich als Mensch bin.”

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