Massiver Kaltlufteinbruch bringt Schnee und Frost

Obstbauern müssen um ihre Ernte zittern.
Obstbauern müssen um ihre Ernte zittern. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Diese Woche bringt ein massiver Kaltlufteinbruch Schnee und Frost. Obstbauern müssen bei diesem Aprilwinter um ihre Ernte zittern.

Eine starke Kaltfront erreicht die Alpen Montagnacht und nachfolgend strömt winterliche Luft aus der Polregion nach Österreich. Somit wird es ausgesprochen kalt für die Jahreszeit und es gibt Schneeschauer bis in tiefe Lagen. Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale fällt bis Donnerstag in den Nordalpen bis zu einem halben Meter Neuschnee. Die Obstbauern zittern wie schon im vergangenen Jahr um ihre Ernte, vor allem Freitagfrüh gibt es selbst im Flachland verbreitet leichten bis mäßigen Frost.

Schneefallgrenze sinkt bis in die Niederungen

Die Kaltfront von Tief ULLI über Skandinavien steuert am Ostermontag von Norden her auf Österreich zu und erreicht am Abend die Alpen. Dabei sinkt die Schneefallgrenze mit stark bis stürmisch auffrischendem Wind rasch bis in die Niederungen. Vor allem von Vorarlberg bis zum Salzkammergut sind über Nacht ein paar Zentimeter Neuschnee zu erwarten. 

Am Dienstagmorgen liegt die Kaltfront dann über dem Süden von Österreich, vor allem von Villach bis Leibnitz verläuft der Vormittag winterlich mit Schneefall bis in tiefste Lagen. Am meisten Schnee kommt im Umfeld der Karawanken zusammen. „Im Süden beruhigt sich zu Mittag das Wetter, während an der Alpennordseite nach einem teils freundlichen Beginn am Nachmittag wieder vermehrt Schneeschauer durchziehen“, sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „Auch einzelne Graupelgewitter können mit dabei sein.“ Die Temperaturen kommen bei teils kräftigem Nordwestwind nicht mehr über 0 bis +9 Grad hinaus.

Schneefall in der Nacht auf Mittwoch

In der Nacht auf Mittwoch fällt dann von Vorarlberg bis ins Salzkammergut etwas Schnee, vor allem im Arlberggebiet kommen einige Zentimeter Neuschnee hinzu. „Am Mittwoch erfasst dann ein Randtief von Deutschland her die Alpen und im Tagesverlauf setzt an der Alpennordseite verbreitet Schneefall ein“, sagt Spatzierer. „Nur in tiefsten Lagen unterhalb von 300 m kann es sich auch um Schneeregen handeln.“ Dazu frischt nördlich der Alpen kräftiger bis stürmischer Westwind auf, in höheren Lagen kann es also nochmals zu Schneeverwehungen kommen. Die Temperaturen verharren bei 0 bis +9 Grad. In der Nacht zum Donnerstag lassen Schneefall und Sturm von Westen her langsam nach.

Wetterberuhigung am Donnerstag: Aber Frostgefahr

Am Donnerstag setzt sich im Westen und Süden rasch die Sonne durch, von Salzburg ostwärts ziehen hingegen bis in den frühen Nachmittag hinein noch ein paar Schneeschauer durch. Danach lockern auch hier die Wolken auf und der anfangs noch kräftige Nordwestwind flaut ab. Die Nacht zum Freitag verläuft dann oftmals sternenklar und windschwach, perfekte Voraussetzungen für einen starken Temperaturrückgang. „Am Freitagmorgen ist im ganzen Land mit leichtem bis mäßigem Frost zu rechnen, in den schneebedeckten Alpentälern ist sogar strenger Frost möglich“, so Spatzierer. Das wird somit die kritischste Nacht für die Obstkulturen, bleibt zu hoffen das Frostberegnung oder Feuerstellen das Schlimmste abwenden. Bereits vergangenes Jahr sorgte strenger Frost im April in vielen Regionen für einen Totalausfall bei der Marillenernte.

Am Freitag selbst steigen die Temperaturen dann tagsüber bei aufkommendem Südföhn um gut 20 Grad an und in den Folgetagen setzt sich milderes Frühlingswetter durch.

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