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Martyrium durch Angehörige des Ex-Mannes

Eine 30-jährige Wienerin ist laut Polizei zunächst von ihrem Ex-Mann und nach dessen Verhaftung von sieben seiner Verwandten und Bekannten serienweise vergewaltigt und gequält worden.

Die Verdächtigen sollen die zweifache Mutter, die in ein Frauenhaus in Wiener Neustadt geflüchtet war, mehrfach abgepasst und in eine Wohnung in Wien-Favoriten verschleppt haben. Ärzte diagnostizierten beim Opfer schwere Schnittverletzungen am ganzen Körper, Würgemale sowie Verletzungen im Vaginalbereich.

Die Mutter zweier Mädchen (drei und fünf Jahre alt) war nach sechsjähriger Ehe mit einem Kosovo-Albaner im Februar dieses Jahres geschieden worden. Am 5. Oktober wurde der Mann wegen des Vorwurfs, er habe seine Ex-Frau nach der Trennung vergewaltigt und genötigt, festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Angehörige des Ex-Mannes

„Mit der Inhaftierung des Mannes hat das Martyrium der Frau aber erst begonnen“, sagte ein Ermittler des Kriminalkommissariats Süd am Dienstag der APA. Sieben bis acht Mal soll die 30-Jährige ab diesem Zeitpunkt von Angehörigen und Freunden des Kosovaren verschleppt, mit einem Butterflymesser und Werkzeugen wie einem Lötkolben traktiert und vergewaltigt worden sein. Tatort war die Wohnung des Inhaftierten in Favoriten, wo jeweils mehrere Männern über die Wienerin herfielen.

„Die Verdächtigen haben die Frau abgepasst, wenn sie mit ihrem Auto unterwegs war. Sie wurde zum Beispiel an einer Kreuzung oder einer Autobahnraststätte von der Fahrbahn gedrängt, aus dem Auto gezerrt und nach Favoriten gebracht“, sagte Oberstleutnant Helmut Stacher.

Bei den acht Männern handelt es sich um fünf Kosovo-Albaner, einen Albaner und zwei Mazedonier, vier sind schon österreichische Staatsbürger. Fünf der Verdächtigen im Alter von 22 bis 39 Jahren sind arbeitslos, einer ist Hilfsarbeiter, einer ein Fahrlehrer und ein weiterer selbstständig. Keiner weist eine Vorstrafe auf.

Die 30-Jährige traute sich offensichtlich nicht zur Polizei. Erst Anfang November wandte sie sich an den Frauennotruf, von dort wurden die Behörden alarmiert. Von den acht Verdächtigen befinden sich derzeit sechs im Landesgericht Wien hinter Gittern.

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