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Martin Walser gefällt "Preußen"

Der Autor Martin Walser plädiert für ein neues deutsches Bundesland „Preußen“. Der Schriftsteller: „Weil es so ein schönes Wort aus meiner Kindheit und Jugendlektüre ist.“

Ein aus Berlin und Brandenburg vereintes neues deutsches Bundesland sollte nach Ansicht des Schriftstellers Martin Walser „Preußen“ heißen.

„Mir gefällt das Wort. Es hat einen hohen Anspruch und eine gewisse sprachliche Energie. Und es hat Licht- und Schattenseiten“, sagte Walser. „Für mich wäre unser Föderalismus um eine Farbe lebendiger.“

Der vielfach preisgekrönte Autor unterstützt den Vorschlag des brandenburgischen Sozialministers Alwin Ziel auch aus „Sentimentalität, weil es so ein schönes Wort aus meiner Kindheit und Jugendlektüre ist.“ Er sei in dieser Frage reiner Amateur. Doch: „Ich fände das toll.“

Preußen sei ein Wort wie Bayern, Sachsen und Thüringen. „Das ist doch schön, das hat nicht so was Künstliches.“ Baden-Württemberg sei „das Äußerste, was ich an Zusammengefügtheit ertrage“, meinte Walser.

Die deutsche Einheit ist für den Schriftsteller „der wichtigste und glücklichste historische Vorgang in der deutschen Geschichte soweit ich sie kenne und übersehe“. Walser: „Und zum Glück kann die Einheit nur glücken – auch wenn es schwierig wird. Dass wir ungeduldig sind, ist unser gutes Recht. Aber was 40 Jahre getrennt war, muss eben auch 40 Jahre brauchen dürfen, bis es wieder halbwegs eins ist. Man kann diese schrecklichen Beschädigungen, die da angerichtet worden sind, doch nicht in zehn Jahren heilen. Natürlich sind alle ungeduldig, aber keiner darf aus meiner Sicht sagen, er möchte das ungeschehen machen.“

Der Autor wurde als Sohn eines Gastwirts in Wasserburg am Bodensee geboren und studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Seine Dissertation, die auch als Buch veröffentlicht wurde, schrieb er über Franz Kafka. Von 1949 bis 1957 arbeitete Walser beim damaligen Süddeutschen Rundfunk als Reporter, Regisseur und Hörspielautor. Sein Aufstieg zum weithin bekannten Schriftsteller begann 1955 mit dem Preis der legendären „Gruppe 47“ für die Geschichte „Templones Ende“. Für den Roman „Ehen in Philippsburg“ erhielt er 1957 den Hesse-Preis.

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