Marihuana-Plantage in Wald bei Saalfelden entdeckt: Züchter gesucht

In Salzburg ist am Freitag die in diesem Jahr bereits 13. Ausforschung einer Marihuana-Plantage durch die Polizei bekanntgeworden. Der Staatsanwaltschaft liegen Fotos von einer großen Zuchtanlage in einem Wald in Saalfelden (Pinzgau) vor, deren 2,50 Meter hohe Hanfpflanzen schon kleinen Bäumen ähnelten.
Auf dem Bild vom 19. September ist ein Unbekannter von hinten zu sehen, der zwei Tage später von der Plantage flüchtete und einen Kübel mit Hanfpflanzen zurückließ. Nach dem Verdächtigen wird gefahndet.

Der Grundbesitzer des Waldstückes im Ortsteil Klinglerau hatte die rund 20 Pflanzen in seinem Wald entdeckt und die Polizei alarmiert. “Eine Identitätsfeststellung des Täters war noch nicht möglich”, sagte die Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Feichtinger. Laut dem zuständigen Staatsanwalt Mathias Haidinger war die Plantage rund 100 Quadratmeter groß. Die Ernte hätte etwa eine Menge von drei Kilo ergeben und der “Züchter” damit rund 20.000 Euro verdienen können, meinte Haidinger.


Polizei Saalfelden ersucht um Hinweise

Die Plantage wurde gerodet, die Pflanzen von der Polizei sichergestellt. Das Ergebnis einer molekular-biologischen Untersuchung von Spuren an dem Plastikkübel und dem Deckel liegt noch nicht vor. Die Justiz bittet die Bevölkerung um Hinweise an die Polizeiinspektion Saalfelden unter der Telefonnummer 059-133-5183.

Dass in diesem Jahr so viele Marihuana-Plantagen entdeckt worden sind, führt ein Beamter der Suchtgiftermittlungsgruppe im Landeskriminalamt einerseits auf die “entsprechend geschulten Polizisten” zurück, andererseits auf die Sensibilisierung in der Bevölkerung. “Viele erkennen die Pflanzen, und jetzt ist gerade Erntezeit. Der Anbau ist auch deshalb im Steigen begriffen, weil die Qualität der Samen besser geworden ist, daher ist auch das Produkt ertragreicher.”

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