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Marianne Mendt wird 60

Hätten auch Städte wie Länder ihre Hymnen, wäre jene von Wien vermutlich der Dauerbrenner von der "Glock’n, die 24 Stunden läut". Am Donnerstag wird "die Mendt" 60 Jahre alt.

Die gebürtige Wienerin Marianne Krupicka machte den Song 1970 unter ihrem Künstlernamen Mendt zum Hit und gilt heute als „Mutter des Austro-Pop“. Einen Namen machte sich Mendt seither auch als Schauspielerin und in der Jazz-Szene, und erst kürzlich verhalf sie dem “1. MM Jazzfestival“ in St. Pölten zur Existenz, das sich vor allem des Nachwuchses annimmt.

Marianne Mendt wurde am 29. September 1945 in Wien geboren. Schon in frühester Kindheit wurde ihr das absolute musikalische Gehör bescheinigt, das sie im Kinderchor der Stadt Wien am Konservatorium erstmals auslebte. Später bekam sie Einzelunterricht im klassischen Gesang und genoss sechs Jahre Klavierunterricht. 1963 legte sie die Prüfung zur „gewerkschaftlich geprüften Vortragskünstlerin“ ab und reiste mit ihrer Tanzband durch ganz Europa. Als sie diese 1970 verließ, kehrte sie nach Wien zurück und sang Lieder aus dem Musical „Hair“ im Wiener Dialekt. Dann entdeckte Gerhard Bronner ihr Talent, und als Interpretin seiner legendären „Glock’n, die 24 Stunden läut“ schaffte sie den Durchbruch. Damit begann auch die Dialektwelle des heimischen Pop. 1972 nahm Marianne Mendt ihre erste Musicalrolle in „Funny Girl“ am Opernhaus in Essen an. Mehrere Musical-Engagements in Deutschland und Österreich folgten. Ab 1977 spielte sie auch Theaterrollen, und trat in Fernsehsendungen auf. Einer der vielen Höhepunkte war die Rolle der Gitti Schimek in der ORF-Serie „Kaisermühlen Blues“ von Ernst Hinterberger, die sie rund acht Jahre lang spielte. Nach vielen Fernsehauftritten erhielt sie im ORF ihre eigene Sendung „Mendt & Band“.

Seither war die Mendt mit acht Langspielplatten, etlichen Singles und drei CDs erfolgreich. Bei der Romy-Gala 1994 erhielt sie die Auszeichnung zur „besten Schauspielerin“, 1995 wurde ihr der „Nestroy-Ring“ verliehen. Erst im vergangenen August erhielt die Wahlniederösterreicherin das Goldene Wiener Verdienstzeichen überreicht. Die Laudatio hielt der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (V), der bei diesem Anlass feststellte: „Marianne und ich, wir mögen uns schlicht und einfach. Wir haben uns gern, in einer Art und Weise, die weit über die üblichen gesellschaftlichen Zusammentreffen hinausgeht.“

Zum Geburtstag unterstützte Pröll Mendts neuestes Projekt, das “1. MM Jazzfestival“ tatkräftig mit Subventionen des Landes Niederösterreich (aber auch die Stadt Wien und der Bund steuerten Geld bei), und erfolgreich ging die erste Ausgabe von 14. bis 18. September über die Bühnen des St. Pöltener Festspielhauses, der Bühne im Hof und des Cinema Paradiso. Neben arrivierten Größen wie Wolfgang Puschnig, Peter Wolf oder Airto Moreira stand jedoch vor allem die Nachwuchsförderung im Mittelpunkt.

Vielleicht geht auch noch ihr Wunsch nach einem eigenen Jazzclub in Erfüllung, den sie unlängst in einem Interview äußerte. Vorerst steht aber noch die große Party am 29. September im Wiener Birdland am Programm, wo geladene Gäste zuerst ein Konzert des von Mendt bewunderten Toots Thielemans Trio genießen und dann, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, auch noch die Jubilarin persönlich. Und wahrscheinlich auch zumindest ein paar Takte aus der „Glock’n“.

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