Mann wegen Anschlags in Nordirland vor Gericht

Viereinhalb Monate nach dem Terroranschlag auf britische Soldaten in Nordirland ist ein zweiter Mann vor Gericht gekommen. Der 44-jährige Nordire ist wegen des Mordes an zwei Soldaten und des versuchten Mordes an sechs weiteren Menschen angeklagt. Er soll nach dem Anschlag am 7. März DNA-Spuren in einem Fluchtauto hinterlassen haben.

Kurz nach den Todesschüssen auf die Soldaten vor einer Kaserne in Antrim nördlich von Belfast wurde Colin Duffy festgenommen – ein führender Vertreter der katholischen republikanischen Bewegung. Die Täter hatten damals aus einem Auto das Feuer auf die Soldaten eröffnet, als diese Pizza vom Lieferdienst entgegennahmen. Die Polizei erklärte am Donnerstag vor dem nordirischen Gericht, einen weiteren Mann zu suchen. Der könnte jedoch bereits aus dem Land geflohen sein.

Der Anschlag war der erste in der britischen Region nach dem Friedensabkommen zwischen Protestanten und Katholiken im Jahr 1998. Eine Splittergruppe der ehemaligen Terrororganisation IRA, die “Real IRA”, hatte sich später zu der Tat bekannt.

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