Mann musste wegen 120 Euro sterben

Symbolfoto
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34-Jähriger Pole musste wegen der läppischen Summe von 120 Euro sterben - Prozess fortgesetzt - 22-jähriger Mann im Wiener Landesgericht wegen Mordes vor Geschworenen.

Im Wiener Landesgericht wird am Donnerstag der Mordprozess gegen Senol K. fortgesetzt. Um in den Besitz seiner Brieftasche mit 120 Euro zu gelangen, hatte der 22-Jährige in der Nacht zum 4. Juni 2004 aus kurzer Distanz drei Schüsse auf Leszek Z. (34) abgegeben. Er dürfte den gebürtigen Polen für vermögend gehalten haben. Im Fall eines Schuldspruchs droht ihm nun lebenslange Haft.

Die beiden Männer hatten sich in einem Lokal in Wien-Favoriten getroffen. Leszek Z. dürfte unter anderem mit dem Handel von gefälschten Papieren und Reisepässen sein Geld verdient haben. Er trug immer recht viel Bares bei sich, womit er Senol K. etwas voraus hatte: Der beschäftigungslose, kokain- und angeblich auch spielsüchtige 22-Jährige hatte sich zuletzt 10.000 Euro ausborgen müssen. Beim Prozessauftakt im Februar hatte er sich „nicht schuldig“ bekannt und mit Notwehr verantwortet.

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