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Mangelnde Präsenz der Wiener Polizei im Außendienst: Rechnungshof-Rüge

Ist genug Polizei in Wien unterwegs? Der Rechnungshof bezweifelt es
Ist genug Polizei in Wien unterwegs? Der Rechnungshof bezweifelt es ©VIENNA.At/Alexander Blach
Der Rechnungshof (RH) rügte am Freitag die mangelnde Außendienstpräsenz der Wiener Polizei. Bei der städtischen Exekutive gebe es noch immer zu viele "Chefs" und zu wenige Beamte im Außendienst. Das ergab eine vom RH durchgeführte Follow-Up-Überprüfung seiner Empfehlungen aus dem Jahr 2010.
Der Polizeiberuf im Fokus
Fast 1.000 Beamte mehr

Die Ergebnisse der Follow-Up-Überprüfung des RH zur Wiener Polizei wurden am Freitag veröffentlicht und ergaben Folgendes.

RH: Ausmaß der Außendienste unklar

In den 95 Wiener Polizeiinspektionen waren bei der Überprüfung 23 Prozent der Planstellen für die Dienstführung vorgesehen. Durch die Schaffung von Polizeiinspektions-Clustern mit je 100 Planstellen wären 265 Exekutivbedienstete nicht mehr für die Dienstführung erforderlich, sondern für den Außendienst verfügbar, hielt der RH fest.

Wie viel Zeit Beamte der Polizei im Außendienst verbringen, ließ sich nicht feststellen – mangels eines Instruments zur systematischen Erhebung.

Wiener Polizei: Standorte zu teuer?

Was der RH im Rahmen der Follow-up-Überprüfung noch bemängelte: Standortkosten von mehr als 165.000 Euro pro Jahr für die Polizeiinspektion Lainzerstraße in Hietzing, obwohl dort nur ein Drittel der verfügbaren Bürofläche genutzt wurde; sieben Beamte weniger im Stadtpolizeikommando Donaustadt, das zu den fünf am höchsten belasteten gehört, dafür um 13 mehr in der Josefstadt, einem der zwei am wenigsten belasteten Stadtpolizeikommanden.

(apa/red)

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