Machtwort in Iran: Keine Kritik an Atomgesprächen

Ayatollah Ali Khamenei will keine Kritik
Ayatollah Ali Khamenei will keine Kritik
Der oberster Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat jegliche Kritik an den Atomverhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland verboten. Der Ayatollah sei mit der Fortsetzung der Verhandlungen einverstanden, sagte sein außenpolitischer Berater Ali Akbar Velayati am Sonntag. "Daher ist jegliche Kritik nicht mehr angebracht", warnte Velayati laut Nachrichtenagentur ISNA. 


Nachdem in Wien vergangene Woche die von Iran erhoffte Einigung im Atomstreit nicht erzielt und die Gespräche bis Juli verlängert worden waren, versuchen einige Hardliner im Iran, die gesamte Atompolitik von Präsident Hassan Rohani in Frage zu stellen. Sie fordern den Abbruch der Verhandlungen, vor allem mit den USA, sowie unbegrenzte Urananreicherung. 

Khamenei, der im Iran laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat, stellte sich aber hinter Rohani und dessen Team für die Atomverhandlungen. Am Samstag sprach sich dann auch das Parlament für die Fortsetzung der Gespräche aus.

Die fünf UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich) sowie Deutschland wollen verhindern, dass der Iran Atombomben baut. Teheran, das diese Absicht stets dementiert hat, will die Aufhebung von Sanktionen erreichen.

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