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Mach's gut, Rekord-Adele!

&copy APA/Pfarrhofer
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Mach's gut, Adele! Das 1907 von Gustav Klimt gemalte und zuletzt von der Republik an Erbin Maria Altmann retournierte Porträt Adele Bloch-Bauer hat mit 106,7 Mio. Euro den höchsten je für ein Gemälde gezahlten Preis erzielt.

Wie die „New York Times” berichtete, wurde das Bild vom Kosmetik-Hersteller Lauder erstanden. Der Preis für das Bild übertrifft damit den bisherigen Rekordpreis von 104,1 Millionen Dollar, für Picassos „Junge mit Pfeife”.

Das Bild von Klimt aus dem Jahr 1907 stellt Adele Bloch-Bauer, die Ehefrau eines jüdischen Zucker-Industriellen aus Wien dar. Es gilt als eines der Meisterwerke Klimts. Lauder sagte auf Anfrage des Blattes: „Das ist unsere Mona Lisa”. Die neue Galerie ist ein kleines Museum, das ausschließlich deutsche und österreichische Kunst ausstellt.


„In der Liste der international meist reproduzierten Gemälde rangiert das Bild schon längst an vorderster Stelle. Es schmückt tausenderlei Nippes und Verpackungen, ziert Seidentücher und weniger Wertvolles“, schreibt Natter. Das 1907 gemalte Bildnis Adele Bloch-Bauer I, die „Dame in Gold“, war das zentrale Werk im Rechtsstreit der Republik gegen die Bloch-Bauer-Erben.


Zahlreiche Zeichnungen und Vorstudien belegen die Sorgfalt, mit der Klimt jenes Porträt über Jahre hinweg vorbereitete. Bereits 1903 schrieb Adele in einem Brief, man habe den Eltern zum Hochzeitstag ein gemeinsames Geschenk machen wollen, „Mein Mann hat sich dann entschlossen, mich von Klimt porträtieren zu lassen, der aber erst im Winter ans Werk schreiten kann. So müssen halt meine Eltern Geduld haben.“


Als „krank, leidend, immer mit Kopfweh, rauchend wie ein Schlot, furchtbar zart, dunkel“, beschrieb Maria Altmann, die Gewinnerin im Klimt-Rechtsstreit, ihre Tante Adele (1881-1925) einmal: „Ein durchgeistigtes Gesicht, schmal, elegant. ’Süffisant, arrogant’, so hat sie auf mich als Kind gewirkt. Stets auf der Suche nach geistiger Anregung.“ Vermutungen über eine Affäre zwischen Adele Bloch-Bauer und Klimt gab es übrigens immer wieder, belegen ließen sie sich nie.

Doch als einzige Dame der Gesellschaft wurde die 1881 geborene Industriellen-Gattin zwei Mal von Klimt porträtiert: 1912 entstand das „Bildnis Adele Bloch-Bauer II“, das sie stehend mit Hut zeigt und einen farblichen Hintergrund in Rot-, Rosa-, Violett- und Grüntönen aufweist. „Die beiden Porträts bilden das Zentrum der Klimt-Sammlung von Adele und Ferdinand Bloch-Bauer“, schreibt Natter, „Im Salon der Dame sind sie prominent vereint. Hier hängen aber auch die vier Klimt-Landschaften, die einen überwältigenden Raumeindruck schaffen. Es sind farbintensive Darstellungen, darin besonders dem zweiten Adele-Porträt verwandt. Die vier Landschaftsbilder besitzen eine einheitliche Größe, messen jeweils über einen Meter und sind durch ihre quadratische Grundform und den engen Bildausschnitt von meditativer Geschlossenheit.“

Dabei handelt es sich um „Apfelbaum I“ (um 1912), „Buchenwald (Birkenwald)“ (1903), „Häuser in Unterach am Attersee“ (um 1916) und Schloss Kammer am Attersee III (Wasserschloss)“ (1910). Das letzte der angeführten Landschaftsgemälde wurde von Adeles Gatten Ferdinand Bloch-Bauer 1936, elf Jahre nach ihrem Tod, dem Museum übergeben und war daher im Gegensatz zu den anderen Bildern nicht Gegenstand des Rechtsstreits. Die übrigen Klimt-Bilder wurden nach dem „Anschluss“ von den Nazis in Ferdinand Bloch-Bauers Wohnung konfisziert, sein Vermögen arisiert. Ihm gelang die Flucht in die Schweiz. Das 1917/18 entstandene Bildnis „Amalie Zuckerkandl“ wird nicht restituiert.

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