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Luxus-Brunch in Wien: Das Flying Frühstück in der Labstelle

Für das Flying Frühstück in der Labstelle muss man sich Zeit nehmen.
Für das Flying Frühstück in der Labstelle muss man sich Zeit nehmen. ©Labstelle
Sich an den gedeckten Frühstückstisch setzen und alle paar Minuten einen weiteren Gang serviert bekommen? Das ist das Konzept des "Flying Frühstücks" in der Labstelle in Wien. Klingt nach purem Luxus - und ist es auch. Wir haben das Brunch-Angebot des Lokals getestet.
Eindrücke aus der Labstelle

“Die Küche schickt und schickt und schickt…von köstlichen Frühstücks-Klassikern bis zu kleinen Mittagsgerichten”, heißt es in der Speisekarte der Labstelle über das “Flying Frühstück”. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass man sich rund zweieinhalb Stunden Zeit nehmen solle für diese wirklich ausgiebige Mahlzeit. Diese Zeitvorgabe ist noch eine vorsichtige Schätzung, denn wer sich zwischen den einzelnen Gängen kurze Pausen gönnen will, wird deutlich länger brauchen.

Ein Überraschungsmenü mit mehreren Gängen

Die Auswahl der Gerichte beim Flying Frühstück ist groß.
Die Auswahl der Gerichte beim Flying Frühstück ist groß. ©VIENNA.at/ Sarah van den Berg

Wer das “Flying Frühstück” bestellt, weiß vorher nicht, was ihm serviert wird – es handelt sich um ein mehrgängiges Überraschungsmenü. Ähnliche Menüs werden in der Labstelle auch am Abend mit vier (42,50 Euro) oder sechs Gängen (56 Euro) angeboten, am Morgen ist die Zahl der Gänge höher, serviert werden zunächst kalte, dann warme Gerichte. Den Abschluss macht ein kaltes Dessert.

Begonnen wird beim “Flying Frühstück” mit einem Korb Brot, Butter, Aufstrich und Marmelade. Zu trinken gibt es einen frisch gepressten Saft in einem kleinen Glas, alle anderen Getränke müssen extra bestellt werden. Danach werden auf farbenfrohen Tellern Gerichte an den Tisch gebracht, die mit klingenden Namen wie “Zweierlei vom Kalb” oder “Stunden-Ei” angekündigt werden. Letzteres ist ein absolutes Highlight: Bei niedrigen Temperaturen (Köche streiten gerne über die perfekte Temperatur;  diese liegt aber in jedem Fall unter 70 Grad Celsius) wird das Ei – der Name verrät’s – eine Stunde lang gekocht. Butterweich und sehr intensiv im Geschmack ist es dann, wenn die Zubereitung gelingt. Und diese gelingt in der Labstelle ganz hervorragend.

Falls man bestimmte Zutaten nicht mag oder verträgt, sollte man das den Kellnern direkt nach der Bestellung sagen, um zu vermeiden, dass Teller wieder zurück in die Küche geschickt werden müssen. Die Küche reagiert sehr flexibel auf Extrawünsche und Bedürfnisse.

Hausgemachtes Brot und frisch gepresste Säfte

Der Frühstückstisch in der Labstelle wird reichlich gedeckt.
Der Frühstückstisch in der Labstelle wird reichlich gedeckt. ©VIENNA.at/ Sarah van den Berg

In der Labstelle wird das Brot selbstgebacken und die Säfte (4,20 Euro) werden frisch gepresst. Von den Restaurantinhabern heißt es, dass für sie “Qualität, Herkunft, Nachhaltigkeit und Saisonalität” bei der Produktauswahl im Vordergrund stehen. Trotzdem wird kein großer Wirbel gemacht, sondern “Essen mit ohne Schnickschnack” versprochen. Dieses Versprechen wird gehalten: Auch wenn alle Speisen wunderbar angerichtet sind, steht doch der Geschmack im Mittelpunkt. Und dieser lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Intensiv.

Luxus und Gemütlichkeit im 1. Bezirk

Zum Abschluss des Frühstücks gibt es ein süßes Dessert.
Zum Abschluss des Frühstücks gibt es ein süßes Dessert. ©VIENNA.at/ Sarah van den Berg

Die Preise in der Labstelle sind nicht die niedrigsten und das Lokal liegt mitten im 1. Bezirk. Luxus: Ja. Etepetete: Nein. Man braucht sich nicht vor strengem Dresscode oder überzogener Etikette fürchten, sondern darf vielmehr entspannte Gemütlichkeit erwarten. Große Fenster schaffen viel Licht, klare Linien und wenig Deko sorgen für einen eleganten Look. Das Lokal ist 270 Quadratmeter groß und bietet Platz für 70 Gäste im Restaurant- und 45 Gäste im Barbereich. Im Sommer gibt es zusätzlich einen schattigen Gastgarten im Innenhof.

Fazit: Wer gutes Essen schätzt, Freude an Überraschungen hat und sich einen ganzen Vormittag Zeit zum Schlemmen nehmen kann, ist in der Labstelle genau richtig. Eilige und Sparefrohs hingegen werden hier vermutlich weniger glücklich.

Checkbox: Die Labstelle

  • Brunch oder Frühstücksteller:
  • Angeboten werden das “Flying Frühstück” und “Die kleine Labung” (Butter und Marmelade in Variation, allerlei Brot und Brioche, Fruchtsaftshot der Saison und dazu Wurst, Käse, Aufstriche und
    Eierspeise. Zusätzlich können noch folgende Gerichte bestellt werden: Hausgemachtes Granola/Joghurt mit Früchten der Saison (4,20 Euro), hausgemachter Blechkuchen oder Aufstrich (je 2,30 Euro), Ham & Eggs (7,80 Euro).
  • Preis:
    Flying Frühstück 24,80 Euro (exkl. Getränke)
    Die kleine Labung 5,90 Euro (exkl. Getränke)
  • Frühstück von-bis:
    Gefrühstückt werden kann nur am Samstag. Flying Frühstück von 10 bis 12.30 Uhr, kleines Frühstück bis 14.30 Uhr.
  • Reservierung:
    Reservierungen werden dringend empfohlen, diese sind telefonisch oder online möglich.
  • Gastgarten:
    60 Plätze bietet der Gastgarten im Innenhof.
  • Raucher/Nichtraucher:
    Es gibt innen keinen Raucherbereich. Im Gastgarten darf geraucht werden.
  • Vegetarischer/Veganer Brunch:
    “Die kleine Labung” ist vegetarisch. Auch das “Flying Frühstück” kann man in einer vegetarischen Variante erhalten – einfach beim Bestellen darauf hinweisen, dass man Vegetarier ist. Veganer werden gebeten, bei der Reservierung bereits zu erwähnen, dass sie auf tierische Produkte verzichten möchten; so kann sich die Küche entsprechend darauf vorbereiten und garantieren, dass auch sie an den Frühstücksgerichten ihre Freude haben werden.
  • WLAN:
    Für Gäste kostenlos.
  • Erreichbarkeit:
    Labstelle, Lugeck 6, 1010 Wien
  • Öffentlich: U1 Stephansplatz
  • Der VIENNA.at-Redaktionstipp:
  • Der beste Sitzplatz befindet sich am hinteren Ende des Lokals: Dort gibt es eine lange und sehr bequeme Sitzbank, die Tische dort können für größere Gruppen auch zusammengeschoben werden.

Weitere Empfehlungen für Brunch- und Frühstückslokale finden Sie in unserem Special.
(SVA)

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