Lugner erweitert sein Einkaufszentrum

Lugner &copy APA
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Ab 13. Jänner soll die Lugner City um 4.000 Quadratmeter wachsen - Kino mit 11 Sälen und 1.800 Sitzplätzen ist als neues herzstück der Anlage geplant.

Anfang Dezember konnte der Konkurs abgewendet werden, jetzt geht der prominente Wiener Baumeister Richard Lugner in die Offensive: Am 13. Jänner 2004 startet er den Ausbau seiner Lugner-City in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus. Finanziert durch ein Leasing-Modell der Volksbanken-Tochter Immoconsult soll das Einkaufszentrum bis September 2005 auf das direkt am Gürtel gelegene Grundstück erweitert und mittels Brücke an die U-Bahn-Station Burggasse angebunden werden, teilte Lugner in einer Aussendung mit.

Kinocenter als Herzstück
28 Mio. Euro soll die Erweiterung kosten, sagte Lugner am Dienstag. Insgesamt sollen 4.000 Quadratmeter an Einkaufs- und Entertainmentflächen, darunter ein Penny-Markt des Rewe-Konzerns, entstehen. Als Herzstück ist ein Kinocenter mit 11 Sälen und 1.800 besonders komfortablen Sitzplätzen vorgesehen. Geplant ist ein Mindestabstand der Sitzreihen von 1,40 Metern, in der Luxusausführung soll er sogar zwei Meter betragen.

Ehrgeiziges Ziel: Der Film-Tempel soll das Apollokino bei den Besucherzahlen überholen und sich an vierter Stelle hinter den Multiplexen in der Millennium City, der Shopping City Süd und dem Donauzentrum einreihen. Als Betreiber sei „keiner von den Großen“ vorgesehen, Namen wollte Lugner noch keine nennen.

Der neue Bauteil wird durch eine Brücke mit der bestehenden Lugner City verbunden. Richtung Stadthalle wünscht sich Lugner noch eine weitere Brücke, auch ein IMAX-Kino würde er dort gerne errichten. Der Wiener Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) habe Interesse dafür gezeigt. „Es kann aber auch sein, dass das nichts wird“, gab sich Lugner vorsichtig.

Lugner City steigerte Umsatz
Im Jahr 2003 konnte die Lugner City nach Angaben des Baumeisters ihren Umsatz um 5,5 Prozent auf 90,5 Mio. Euro steigern. Das Weihnachtsgeschäft (23. November bis 24. Dezember 2003) brachte ein Plus von drei Prozent, 13,6 Prozent des Jahresumsatzes entfielen auf diese Zeit. Umsatzstärkster Tag war der 23. Dezember mit einem Tagesumsatz von 836.000 Euro.

Positiv wirkten sich auch die langen Einkaufsabende an den Donnerstagen (seit 27. November) und Freitagen (seit 8. August aus). Die Freitagsöffnung bis 21.00 Uhr brachte durchschnittlich plus 17 Prozent Umsatz, die Donnerstage plus vier Prozent, heißt es in der Aussendung. Weniger brachte die Verlängerung der Samstagsöffnung um eine Stunde bis 18.00 Uhr: Unter Einbeziehung des Weihnachtsgeschäfts verlor dieser Tag sogar 2,5 Prozent des Umsatzes.

Redaktion: Claus Kramsl

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