Ö-Luftwaffe will den Eurofighter

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Schützenhilfe in Sachen Eurofighter für die scheidende Regierung: Der österreichische Luftwaffen-Chef Erich Wolf ist unbedingt für die neuen Flieger.

Der Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte, Erich Wolf, hat sich vehement für die Anschaffung der Eurofighter ausgesprochen. Mit dem von der Regierung geplanten Kauf von 18 dieser Kampfjets „geht sich eine permanente Luftraumsicherung – wie man sie für Gipfeltreffen braucht – gerade noch aus. Da muss die Ausbildung allerdings bereits warten“, erklärte Wolf in der Tageszeitung „Kurier“.

Der „Air Chief“ illustrierte dabei auch die Fähigkeiten des Eurofighters anhand eines Vergleichs mit anderen Flugzeugen. Wenn der Eurofighter vom Boden auf 10.000 Meter gestiegen sei, „ist der Gripen auf etwa 6.600 Meter und der Draken auf etwa 3.500 Meter“. Wolf: „Für eine optimale Luftraumüberwachung brauchen wir ein Gerät, dass mit unglaublicher Geschwindigkeit am Objekt ist. Das wird der Eurofighter auch noch in 30 bis 50 Jahren können.“

Der Luftwaffenkommandant erläuterte die derzeitige Situation bei der Luftraumüberwachung. Täglich würden in Österreich rund 3.000 Flugzeuge landen oder queren. Werde ein Flugzeug von der Bodenkontrolle nicht identifiziert und antworte es über Funk auch nicht, „wissen wir nicht, was das ist. Das kann ein Verkehrsflugzeug sein, ein Kampfflugzeug – oder eben Terroristen.“

„Wenn sich so ein Flugzeug Österreich nähert, sind wir in sieben Minuten mit einer Rotte (zwei Jets, Anm.) in der Luft. Das passiert rund 150-mal pro Jahr“, sagte Wolf.

Als Israels Präsident Moshe Katzav in Österreich war, gab es eine brenzlige Situation, man musste erstmals fast (!) einen Warnschuss abgeben. „Eine Privatmaschine hat die Flugroute gekreuzt, wurde abgefangen und hat zuerst nicht auf uns reagiert“, so der Generalmajor.

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