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"Lucia di Lammermoor" kehrt an die Wiener Staatsoper zurück

Ab Samstag wird die dramatische Geschichte wieder an der Wiener Staatsoper aufgeführt.
Ab Samstag wird die dramatische Geschichte wieder an der Wiener Staatsoper aufgeführt. ©WIENER STAATSOPER/MICHAEL PÖHN
Am Samstag wird die dramatische Oper "Lucia di Lammermoor" von Gaetano Donizetti wieder an die Wiener Staatsoper zurückkehren.

Die schicksalgebeutelte Titelheldin wird dabei von der Sopranistin Olga Peretyatko dargeboten, ihr zur Seite steht – als nicht weniger unglücklicher “Edgardo” – Juan Diego Florez. Regisseur Laurent Pelly hat die Oper rund um eine unglückliche Liebe, die in Tod und Raserei endet, gemeinsam mit Bühnenbildnerin Chantal Thomas sehr dunkel angelegt. “Es ist wie in einem Horrorfilm”, sagte Peretyatko der APA. Tatsächlich wurde die nebelverhangene Produktion auch von Jean Epsteins 1928 herausgekommenem Grusel-Stummfilm “Fall of the House of Usher” inspiriert. “Sex, Gewalt, Geld, Macht, Wahnsinn – es ist wie im echten Leben”, sagte Peretyatko der APA.

Für die Titelpartie gelang der Staatsoper mit Peretyatko, die mit der Rolle im Haus am Ring debütiert, ein Glücksgriff. Ihre bisher vier Auftritte als “Lucia” – wie etwa an der New Yorker Met – waren allesamt hochgelobt, besonders hatte es Publikum und Kritik ihr Wahnsinn angetan. “Es macht einfach Spaß. Und es ist genau das, was die Leute auf der Bühne sehen wollen. Es ist wie Lady Gaga”, sagt die Sopranistin. Dirigent und Belcanto-Spezialist Evelino Pido hat sogar die Kadenz der weltberühmte “Wahnsinns-Arie” extra für die Stimme der Starsopranistin neu verfasst. Begleitet wird sie dabei übrigens – so wie von Donizetti ursprünglich auch gewollt – nicht von einer Flöte, sondern von einer Glasharmonika.

“Lucia die Lammermoor” kehrt an die Wiener Staatsoper zurück

Die “Wahnsinns-Arie” ist in der Produktion für Peretyatko ein richtiger Befreiungsschlag. Die Staatsopern-Lucia hat nämlich von Anfang zwar an ihre Ticks und sieht auch ab und zu Gespenster, doch darf sie im Gegensatz zu anderen Versionen bis zum Schluss niemals wirklich ausbrechen. “Ich muss mich die ganze Zeit über zurückhalten. Es tatsächlich ein emotionaler Käfig ist, in dem Lucia sitzt, auch was die Körpersprache betrifft”, sagte die geborene Russin. Dafür darf die Sopranistin dann nach dem Mord an ihrem Bräutigam im blutüberströmten Brautkleid ihrer Raserei freien Lauf lassen.

Den Edgardo verkörpert in der Staatsoper zwar Publikumsliebling Juan Diego Florez, doch Sympathieträger ist seine Figur nicht. “Er ist kein sehr sympathischer Mensch. Er benutzt Lucia für seine Zwecke. Daran ändert auch die schöne Musik nichts, die er singt”, beschrieb der Tenor. Lucias Bruder Enrico – der dieses Mal nicht nur böse, sondern auch zusätzlich psychotisch ist – wird von George Petean gesungen. In den weiteren Partien sind die Staatsopern-Ensemblemitglieder Lukhanyo Moyake als Arturo, Jongmin Park als Raimondo, Virginie Verrez als Alisa und Leonardo Navarro als Normanno zu erleben.

Die letzte Staatsopernpremiere von “Lucia di Lammermoor” datiert ins Jahr 1978. Bis 2012 wurde das romantische Schlüsselwerk 158 Mal gezeigt wurde. Edita Gruberova startete damals in der Titelpartie endgültig ihre Weltkarriere.

(APA/Red)

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