Long Distance Art: Wiener Künstler Alex Kiessling malt in drei Städten gleichzeitig

Ein Künstler, zwei Roboter, drei Kunstwerke - so das Kontept von "Long Distant Art".
Ein Künstler, zwei Roboter, drei Kunstwerke - so das Kontept von "Long Distant Art". ©EPA
Als der Wiener Künstler Alex Kiessling am Donnerstag im Museumsquartier zum Stift griff, taten es im Roboter in Berlin und London gleich. Simultan entstanden so drei Kunstwerke, die auf die zeitgenössische Kunstszene in der österreichischen Hauptstadt aufmerksam machen sollten.
Wiener Künstler lässt Roboter zeichnen
Künstler und Roboter bei der Arbeit

“Long Distance Art” lautete der Titel des Projekts, bei dem es sich laut Wiens Tourismuswerbern um eine Weltpremiere handelte. Maßgeblich unterstützt wurde diese von zwei gewichtigen Assistenten: Die von der Firma ABB hergestellten Roboter waren jeweils 2,8 Meter groß und 435 Kilo schwer. Üblicherweise werden sie im Industriealltag eingesetzt, um zum Beispiel Autos zu bauen.

Wiener Künstler setzte Roboter ein

Am Donnerstag folgten sie jedoch nicht einem zuvor gespeicherten Programm, sondern waren in Echtzeit aktiv. Die Zeichenbewegungen Kiesslings wurden von Sensoren erfasst und via Satellit übertragen – konkret auf den Breitscheidplatz in Berlin und auf den Trafalgar Square in London. Auf insgesamt drei Leinwände im Ausmaß von jeweils 3,6 mal 1,2 Meter malten der Künstler bzw. seine beiden Helfer porträtartige Köpfe, wobei die Bilder später zu einem Tryptichon zusammengeführt werden sollen.

“Innovative und zeitgenössische Kunstszene”

Um exakte Kopien wird es sich dabei nicht handeln, wie heute betont wurde. Eher um einen “Klon”. Denn die Werke werden sich in Details unterscheiden. “Es gibt einen Hauch von Persönlichkeit der Roboter, auch wenn das natürlich technische Gründe hat”, erklärte Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner. Alex Kiessling hob hervor, dass er mit der Aktion unter anderem zeigen wolle, dass Roboter auch im kreativen Bereich eingesetzt werden könnten.

Der Wiener Tourismusverband wiederum wollte laut eigenen Angaben demonstrieren, dass Wien über eine innovative zeitgenössische Kunstszene verfügt. Nachdem im Vorjahr die 150. Wiederkehr des Geburtstags von Gustav Klimt im Mittelpunkt gestanden sei, solle heuer ein Kontrapunkt gesetzt werden, betonte Kettner. Zuletzt sei der Wien-Tourismus unter anderem bereits auf der Art Basel zu Gast gewesen. (APA)

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