Lokalrazzia in Landstraße

Drei Lokale in Wien-Landstraße nach Razzia gesperrt- Illegaler Spielclub entdeckt - insgesamt zehn Organmandate und 30 Beanstandungen- häufigstes Manko versperrte Notausgänge.

Ein seriös wirkender Spielclub am Landstraßer Gürtel entpuppte sich in der Nacht auf Freitag als illegale Spielhölle. Entdeckt wurde der ungenehmigte Betrieb im Rahmen einer Razzia von Magistrat, Finanzbehörde und Polizei in der Beisl- und Rotlichtszene in Wien-Landstaße. Insgesamt wurden 15 Cafes, Bars und Etablissements kontrolliert. Ergebnis waren drei Lokalsperren, zehn Organmandate und rund 30 Beanstandungen, so eine Aussendung der Rathauskorrespondenz vom Freitag.


Das häufigste Manko waren versperrte Notausgänge. Gleich in zwölf Lokalen hätte es für die Besucher im Falle eines Brandes keine Fluchtmöglichkeiten gegeben. In einem Fall war die rettende Tür ins Freie gleich mit drei Vorhängeschlössern „gesichert“. Es hagelte daher nach Angaben von Ernst Graf, Leiter des Büros für Sofortmaßnahmen, zahlreiche Anzeigen, die saftige Strafen nach sich ziehen.


Die Kontrolleure stießen außerdem auf sechs schwarzarbeitende Köche und Kellner und zwei Gäste ohne Aufenthaltsgenehmigung. Drei Mal musste die Behörde Lokale wegen fehlender Konzessionen schließen und versiegeln. Neben der enttarnten Spielhölle war außerdem ein Lokal in der Erdbergstraße betroffen. Dem straffällig gewordenen Lokalbesitzer war vor Kurzem die Gewerbeberechtigung entzogen worden. Dem Wirt einer Pizzeria am Rennweg war bereits Ende des vergangenen Jahres die Gewerbeberechtigung entzogen worden, da ihm mehr als 50 Verwaltungsübertretungen zur Last gelegt wurden. Auch in diesem Lokal ging noch in der Nacht das Licht aus.

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