Löw statt Duellen mit "Zwergen" für WM-Vorquali

Löw findet Spiele gegen "Kleine" eher unnötig
Löw findet Spiele gegen "Kleine" eher unnötig
Kurz vor dem Doppelspieltag in der WM-Qualifikation gegen Kasachstan hat sich der deutsche Bundestrainer Joachim Löw für eine Reduzierung der Duelle zwischen großen und kleinen Fußball-Nationen ausgesprochen. "Ob es aus sportlicher Sicht Sinn macht, zweimal gegen Länder wie Kasachstan, Andorra, San Marino oder die Färöer anzutreten, darüber kann man schon diskutieren", sagte Löw dem "kicker".


Die deutsche Nationalmannschaft spielt am Freitag in Astana gegen die Kasachen, vier Tage später steht das Rückspiel in Nürnberg an. In der Qualifikationsgruppe C sind neben Schweden, Irland und Österreich auch noch die Färöer als krasser Außenseiter deutscher Gegner. Löw sprach sich dafür aus, dass bei künftigen Ausscheidungsrunden der Modus geändert wird. “Ich persönlich bin für die Einführung einer Vorqualifikation”, betonte Löw.

Eine Extra-Runde für sogenannte Fußball-Zwerge wird es nach Einschätzung von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach aber nicht geben. Diese Maßnahme wäre in den betroffenen Ländern höchst unpopulär und würde UEFA-Präsident Michel Platini in Erklärungsnot bringen. Der Franzose macht sich immer wieder für eine Besserstellung kleinere Fußball-Länder stark.

Löw muss in den WM-Qualifikationsspielen gegen Kasachstan ohne Toni Kroos und die Zwillinge Lars und Sven Bender auskommen. Bayern Münchens Kroos laboriert an einer Entzündung im Knie, Sven Bender von Dortmund wird laut einer DFB-Mitteilung vom Montag von einer Grippe geplagt. Bereits am Sonntag hatte Lars Bender aufgrund einer Fersenentzündung für die Spiele in Astana am Freitag und am Dienstag kommender Woche in Nürnberg abgesagt.

Löw versammelte seinen Kader am Montagabend in Frankfurt. Dort will der Bundestrainer im Training auf Kunstrasen seine Auswahl auf den ungewohnten Untergrund in Astana vorbereiten.

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