Lochau von Unwettern hart getroffen

Starkregen hat Ende Juli in der Gemeinde Lochau Schäden in Höhe von 1,85 Mill. Euro angerichtet. Drei Wochen nach den verheerenden Unwettern rund um den Pfänder zieht die Gemeinde Bilanz.
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Erdrutsche an Gemeindestraßen und an der Siedlung „Neue Schanze“ haben Schäden in Höhe von 1,2 Millionen Euro hinterlassen. Verklausungen in den Bächen schlagen mit 225.000 Euro zu Buche. Die gemeindeeigenen Gebäude wie Schulen, Mehrzweckhalle, Gemeindehaus und Vereinshaus müssen um 350.000 Euro saniert werden. „Da ist das Mobiliar noch gar nicht eingerechnet“, sagt Bürgermeister Xaver Sinz. Lochau wird die Kosten nicht alleine tragen. Bei allen Arbeiten der Wildbach- und Lawinenverbauung etwa bezahlen Bund und Land 60 bzw. 20 Prozent. An der „Neuen Schanze“ erhoff t sich Sinz noch diese Woche die fehlenden vier Unterschriften von Anrainern, um mit Entlastungsarbeiten im Hang beginnen zu können. „Sie haben die Pläne erhalten und wollen sich noch beraten.“ Die Pfänderstraße, die an sieben Stellen abgerutscht war, hat Lochau gestern wieder für den Verkehr freigegeben. Allein, die Baustellenarbeiten dauern noch mehrere Wochen an.

100 Anträge auf Hilfe bei Elementarschäden

Nach dem Katastrophenfondsgesetz von 1996 und Landesrichtlinien können Personen und Gemeinden für die Beseitigung von Elementarschäden an Grundstücken, Gebäuden, Bringungs- sowie Wasser- und Energieversorgungsanlagen Beihilfen erhalten. Seit den Juli-Unwettern sind bei der Agrarbezirksbehörde in Bregenz rund 100 solche Anträge aus dem ganzen Land eingelangt. „Täglich kommen welche hinzu“, heißt es in der Behörde. „Viele Betroffene hatten noch gar keine Zeit, sich um die Anträge zu kümmern. Oder sie wissen gar nicht, dass die Möglichkeit besteht. Wichtig: Für Gesamtschäden unter 365 Euro werden keine Beihilfen gewährt.

 

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