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Lobau-Autobahn: Ende für den Nationalpark?

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Die Umweltschutzorganisation Global 2000 hat jetzt die angekündigte offizielle Beschwerde bei der internationalen Nationalparkbehörde IUCN gegen die geplante Wiener Nordost-Umfahrung eingelegt.

Diese soll auch durch das Gebiet des Nationalparks Lobau führen. Gefahr besteht laut Global sowohl für den Grundwasserhaushalt der Lobau als auch für die Luftqualität – die durch die Abgase beeinträchtigt werden könnte.

„Die IUCN ist sich mit uns schon jetzt einig, dass für eine Aulandschaft wie die Lobau ein ungestörter Grundwasserhaushalt von größter Bedeutung ist. Dies wäre durch die Baumaßnahmen und die Untertunnelung stark in Frage gestellt“, so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von Global 2000.

Als hochproblematisch sieht Global 2000, dass die beschlossene Trasse der Lobauautobahn den Nationalpark an der breitest möglichen Stelle quert. Dadurch würden alle bestehenden Risiken maximiert werden.

„Wir sind davon überzeugt, dass die unmittelbare Nachbarschaft einer hochrangigen Straße zu einem Nationalpark prinzipiell mit dem Nationalparkstatus unvereinbar ist. Auch die Untertunnelung sei keine Lösung, da der Nationalpark nicht 40 Meter unter der Oberfläche endet“, befand Högelsberger. Global bereitet laut eigenen Angaben auch Beschwerden bei der EU-Kommission wegen Beeinträchtigung von Natura 2000-Gebieten und bei der UNESCO – die Lobau ist auch ein UNESCO-Biosphärenreservat – vor.

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