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Lkw-Brand im Gleinalmtunnel: A9 wurde komplett gesperrt

Ein Lkw brannte im Gleinalmtunnel.
Ein Lkw brannte im Gleinalmtunnel. ©APA/ERWIN SCHERIAU
Ein Lkw ist am Freitagnachmittag im steirischen Gleinalmtunnel in Brand geraten. Die Pyhrnautobahn (A9) wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

Durch den Brand eines Lkw im steirischen Gleinalmtunnel ist die Pyhrnautobahn (A9) in diesem Bereich in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden.

Keine Personen mehr im Gleinalmtunnel

Im Gleinalmtunnel haben alle Personen den Tunnel, in dem ein Lkw Feuer gefangen hatte, verlassen können, teilte die Asfinag auf APA-Anfrage mit. Nach ersten Ermittlungen handelte es sich um rund 50 Personen, die aus der verqualmten Röhre flüchten konnten.

Brennender Lkw im Gleinalmtunnel
Brennender Lkw im Gleinalmtunnel

Der Brand ging offenbar von einem Sondertransporter aus, der einen Kranaufsatz geladen hatte. Zehn Feuerwehren waren mit dem Löschen befasst.

Enorme Verkehrsbehinderungen nach Lkw-Brand

Der ÖAMTC berichtete von enormen Verkehrsbehinderungen in Folge des Brandes. “Man kann nur großräumig ausweichen”, sagte Harald Lasser vom Club. Auf der Semmering Schnellstraße (S6) und auf der Brucker Schnellstraße (S35) zwischen Bruck/Mur und Frohnleiten ging es nur sehr mühsam weiter, immer wieder blieb der Verkehr komplett stehen.

Der Brand in dem 8,3 Kilometer langen Tunnel zwischen Übelbach und St. Michael brach am frühen Nachmittag aus. Warum der Lkw rund einen Kilometer vom Südportal entfernt plötzlich Feuer gefangen hatte, war zunächst unklar. Durch den Brand gab sofort eine starke Rauchentwicklung. Zunächst war auch nicht bekannt, ob nicht gefährliche Güter brennen würden. Die Lenker der anderen Fahrzeuge wurden aufgefordert, die Schlüssel stecken zu lassen und sich und ihre Mitfahrer über die Fluchtwege in Sicherheit zu bringen.

Zahlreiche Feuerwehren bei Brand in Gleinalmtunnel im Einsatz

Es wurde Abschnittsalarm gegeben, mehr als zehn Feuerwehren waren im Einsatz. Sie konnten allerdings zunächst nur schwer zu dem brennenden Fahrzeug vordringen. Der ÖAMTC berichtete von enormen Verkehrsbehinderungen in Folge des Brandes. “Man kann nur großräumig ausweichen”, sagte Harald Lasser vom Club. Auf der Semmering Schnellstraße (S6) und auf der Brucker Schnellstraße (S35) zwischen Bruck/Mur und Frohnleiten ging es nur sehr mühsam weiter, immer wieder blieb der Verkehr komplett stehen.

Der Gleinalmtunnel ist seit 1978 in Betrieb, 2017 wurde die zweite Röhre fertiggestellt. Bei einem Brand 2001 kamen fünf Menschen ums Leben.

81 Personen mussten beim Lkw-Brand evakuiert werden

Das Rote Kreuz errichtete zwei Einsatzleitstellen, da sowohl am Nord- als auch am Südportal Menschen zu versorgen waren. 53 Personen gelangten im Norden ins Freie, sie wurden von Bundesheerfahrzeugen in die Kaserne St. Michael gebracht und dort unter anderem vom Kriseninterventionsteam betreut.

Im Süden gelangten 28 Personen ins Freie, drei wurden leicht verletzt. “Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht, eine hat einen Revers unterschrieben und ist nicht ins Krankenhaus gefahren”, schilderte August Bäck vom Roten Kreuz, das mit 17 Fahrzeugen und über 50 Helfern im Einsatz war.

Hitze im Tunnel auch für Helfer zu groß

Gegen 16.00 Uhr mussten die Helfer von Feuerwehr und Asfinag den Tunnel verlassen, da die Hitze zu groß war. “Zurzeit sind die Einsatzkräfte noch damit beschäftigt die Tunnelwände zu kühlen. Erst dann wird eine genaue Schadensbegutachtung möglich sein”, bestätigte Jürgen Fraberger vom ARBÖ Informationsdienst. “Wie lange der Gleinalmtunnel in beiden Fahrtrichtungen gesperrt bleiben wird, ist zum jetzigen Augenblick noch absolut unklar. Es kann sich um Tage aber auch Wochen handeln.”

(APA/Red)

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