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Lindauer stimmen über Bahnhof ab

Fast zwei Jahrzehnte lang ist eine Verlegung des Hauptbahnhofs immer wieder Thema in Lindau.
Fast zwei Jahrzehnte lang ist eine Verlegung des Hauptbahnhofs immer wieder Thema in Lindau. ©dapd (Felix Kaestle)
Nach jahrelangem Streit liegt eine Kombi-Lösung von Bahn und Stadt vor.

Seit den frühen 1990er-Jahren wird in Lindau über die Verlegung des Hauptbahnhofs diskutiert. Doch die bayerische Bodenseestadt und die Deutsche Bahn konnten sich lange Zeit nicht einigen. Während die Bahn einen neuen Durchgangsbahnhof auf dem Festland anstrebt, will die Stadt den jetzigen Sackbahnhof auf der Insel behalten. „Wir brauchen eine Anbindung an die Insel, weil dort das touristische Herz der Stadt schlägt“, sagt Oberbürgermeisterin Petra Seidl.

Jetzt sind die Bürger gefragt. Am morgigen Sonntag sollen sie in einem Bürger­entscheid über die Zukunft des Bahnhofs mitbestimmen. „Diese Entscheidung ist sehr bedeutend für die Stadt. Uns ist daher wichtig, dass die Bürger mit dem Weg, den wir gehen wollen, einverstanden sind“, sagt Seidl. Bei dem Bürgerentscheid, zu dem rund 19.000 Wahlberechtigte aufgerufen sind, geht es um eine Kombi-Lösung mit zwei Bahnhöfen, auf die sich die Stadt und die Bahn inzwischen geeinigt haben. Doch selbst über die Fragestellung für den Bürgerentscheid gibt es Unstimmigkeiten. Es ist daher möglich, dass die Lindauer im kommenden Jahr bei einem zweiten Bürger- entscheid erneut zur Abstimmung gebeten werden.

Verlegung des Hauptbahnhofs

Fast zwei Jahrzehnte lang ist eine Verlegung des Hauptbahnhofs immer wieder Thema in Lindau. Die 24.500 Einwohner zählende Stadt liegt entlang der Bahnstrecke München-Zürich, ihr Bahnhof befindet sich am westlichen Ufer der Insel. Um ihn zu erreichen, müssen die Züge über einen langen Bahndamm fahren. Für die Eurocity-Verbindungen mit der Schweiz ist im Bahnhof jedes Mal ein Lokwechsel von E-Lok auf Diesel-Lok und umgekehrt nötig. Die Verantwortlichen der Bahn wollen den Fahrgästen mit einem neuen Durchgangsbahnhof im Stadtteil Reutin im Fernverkehr diese Verzögerungen ersparen und kürzere Reisezeiten erzielen. In Lindau wurde nach Angaben der Oberbürgermeisterin lange darum gerungen, welches die beste Lösung für die Stadt ist. „Wir haben uns dagegen gewehrt, dass der bestehende Bahnhof aufgegeben wird“, sagt Seidl. Damit wäre die Insel, die mit ihrer berühmten Hafeneinfahrt Besuchermagnet ist, vom Bahnverkehr abgeschnitten. Nach langen Diskussionen habe sich der Stadtrat Ende Oktober schließlich mehrheitlich für eine Kombi-Lösung ausgesprochen, die mit zwei Bahnhöfen allen Wünschen und Anforderungen gerecht werde.

Wenn die nun angedachte Kombi-Lösung kommt, übernimmt der Freistaat 3,5 Millionen Euro, 7,8 Millionen Euro kommen für die gesamte Infrastruktur auf die Stadt Lindau zu. Ob sie tatsächlich umgesetzt wird und damit endlich ein Schlussstrich unter die langwierigen Diskussionen gezogen werden kann, entscheiden jetzt die Bürger.

(VN)

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