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Life Ball und katholische Kirche laden zu "Jedermann (reloaded)" im Stephansdom

Philipp Hochmair und seine Band "Die Elektrohand Gottes" spielen im Wiener Stephansdom.
Philipp Hochmair und seine Band "Die Elektrohand Gottes" spielen im Wiener Stephansdom. ©Heike Blenk
Zum Welt-Aids-Tag wird im Wiener Stephansdom das Stück "Jedermann (reloaded)" gespielt. Von dem Abend soll neben den Zuschauern auch ein südafrikanisches Aids-Hospiz profitieren.

Ein Kultur-Highlight für einen guten Zweck wird am 30. November im Wiener Stephansdom geboten. Die Organisatoren des Life Balls und die katholische Kirche holen am Vorabend des Welt-Aids-Tages den ehemaligen Burgschauspieler Philipp Hochmair und seine Band mit dem Stück “Jedermann (reloaded)” in das Gotteshaus. Die Benefizveranstaltung findet zugunsten eines südafrikanischen Aids-Hospizes statt.

“Jedermann (reloaded)” im Stephansdom Wien

Unter Elektro-Beats und Rocksounds der Band “Die Elektrohand Gottes” verwandle Hochmair das 100 Jahre alte Mysterienspiel von Hugo von Hofmannsthal in ein vielstimmiges Sprech-Konzert von heute, kündigte der Verein hinter dem Life Ball, “Life+”, am Samstag in einer Aussendung an. Als besonderes Highlight sei mit Gastauftritten weiterer hochrangiger Schauspieler zu rechnen.

Hochmair hatte im August bei den Salzburger Festspielen nach der plötzlichen Erkrankung von Tobias Moretti an mehreren Abenden die Rolle des “Jedermanns” übernommen. Seine Auftritte am Domplatz der Mozartstadt wurden heftig bejubelt. 2013 war seine Rockversion des Werkes namens “Jedermann (reloaded)” für das Young Directors Project in Salzburg entstanden. Er tourte damit in fast allen Rollen und in einer freieren Textversion durch die Lande.

Benefizveranstaltung von Life-Ball-Team und katholischer Kirche

Von dem Abend im Stephansdom soll neben den Zuschauern auch das “Brotherhood of Blessed Gerard” Malteser-Aids-Hospiz in der südafrikanischen Region KwaZulu-Natal profitieren. Mit den Einnahmen wird die medizinische Versorgung von 673 Patienten für einen Monat gesichert, hieß es in der Aussendung. Die Kosten belaufen sich auf 93 Euro pro Patient und Monat und auch für eine Sitzplatzkarte der höchsten Kategorie im Dom müssen 93 Euro bezahlt werden. Weitere Karten sind zu 47 Euro, 24 Euro und 9,30 Euro bei Ö-Ticket zu haben.

Aufgrund von Lieferschwierigkeiten drohe der Nachschub an lebenswichtigen HIV-Medikamenten für die in dem Hospiz versorgten Patienten zu versiegen, informierte Life-Ball-Organisator Gery Keszler. “Hier treffen sich die Bestrebungen des Malteserordens und die des Vereins von Gery Keszler in wunderbarer Weise. Beide sind bemüht, den Menschen zu helfen und das können wir hier unmittelbar und noch dazu in einer so passenden Kulisse wie dem Wiener Stephansdom, in dem Himmel und Erde, Leben und Tod einander so nahe sind”, wurde Kardinal Christoph Schönborn in der Aussendung zitiert.

(APA/Red)

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