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Libyen entschädigt Frankreich für Anschlag

Libyen und Frankreich haben sich auf eine Erhöhung der Entschädigung für den Anschlag auf ein französisches UTA -Flugzeug im Jahr 1989 verständigt.

Libyen und Frankreich haben sich nach den Worten des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi auf eine Erhöhung der Entschädigung für den Anschlag auf ein französisches UTA -Flugzeug im Jahr 1989 verständigt. Eine offizielle Bestätigung der Einigung gab es von französischer Seite zunächst nicht.

„Das Problem mit dem UTA-Fall ist gelöst, und der Lockerbie-Fall liegt hinter uns. Wir schlagen eine neue Seite in unseren Beziehungen zum Westen auf“, sagte Gaddafi am Sonntag in einer Ansprache anlässlich des Jahrestages seiner Machtergreifung vor 34 Jahren, der am Montag in Libyen gefeiert wird. Mit der Einigung mit den französischen Familien habe er die Beziehungen zu Paris schützen wollen, sagte Gaddafi.

Libyen hatte bereits 34 Millionen Dollar Entschädigung gezahlt, für den Anschlag aber nicht die Verantwortung übernommen. Die Diskussion mit Frankreich über eine Erhöhung der Zahlungen war aufgekommen, nachdem Großbritannien das Ende der UNO-Sanktionen gegen Libyen auf den Weg bringen wollte. Die Voraussetzungen dafür waren dadurch geschaffen worden, dass sich Libyen für den Anschlag auf eine US-Passagiermaschine, die 1988 über dem schottischen Lockerbie abgestürzt war, mit den Angehörigen der 270 Todesopfer auf die Zahlung von 2,7 Milliarden Dollar geeinigt hatte.

Frankreich, als ständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Veto-Recht, hatte gedroht, die geplante Aufhebung der Sanktionen gegen Libyen zu blockieren, sollte das Land die Hinterbliebenen der 170 Opfer des Anschlags auf die französische Maschine nicht höher entschädigen. Die UTA-Maschine war über dem afrikanischen Niger explodiert. Ein Gericht in Paris hatte für den Anschlag sechs Libyer in Abwesenheit für schuldig befunden.

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