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Libro kommt am Sonntag unter den Hammer

Die Versteigerung der insolventen Papier- und Buchhandelskette Libro startet am Sonntag ab 9.00 Uhr. Der Rufpreis beträgt fünf Mio. Euro, es wird jeweils um 50.000 Euro weitergeboten.

Masseverwalter Günther Viehböck will dadurch den besten Preis für die einst stolze „Tainment-Company“ erzielen. Der Rufpreis beträgt fünf Mio. Euro, es wird jeweils um 50.000 Euro weitergeboten.

Drei Bietergruppen haben bis Freitag 16 Uhr den erforderlichen Kapitalnachweis erbracht und das Mindestgebot von fünf Mio. Euro auf einem Treuhandkonto hinterlegt. Um die noch 216 Libro-Filialen mit 1.500 Mitarbeitern rittern der Wiener Buchhändler Wilhelm Sotsas gemeinsam mit dem Industriellen Josef Taus und seiner Management Trust Holding (MTH). Gute Chancen wurden im Vorfeld auch der Familie Stern eingeräumt, die erst kürzlich die Mehrheit ihres Büroartikelunternehmens Donau Design an die Schweizer Biella verkauft hat. Dritter im Rennen ist eine Bietergruppe um den ehemaligen Herlango-Manager Thomas Theuretzbacher.

Sollte keiner der Bieter den Zuschlag bekommen, kommen die US- Liquidations-Profis Gordon Brothers zum Zug, die schon in den früher geschlossenen Libro-Filialen den Abverkauf abgewickelt und 4,3 Mio. Euro für das Weihnachtsgeschäft vorstreckt haben.

Unter den Hammer kommen die Marke Libro, das Anlage- und Umlaufvermögen, die Mietrechte und das Lager. Um die Angebote vergleichbar zu machen, wurde ein „Handycap“ – eine Art Mengenrabatt – vereinbart, wonach sich die einzelnen Filialen verbilligen, je mehr gekauft werden. Der neue Eigentümer wird eine neue Gesellschaft gründen, in die er die Libro AG einbringen wird. Die Übernahme soll per 1. Jänner 2003 erfolgen.

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