Leuchtende Werbung für Leistungen von Wiener Frauen

Mit Fotoporträts bedeutsamer Frauen will die Künstlerin Irene Andessner auf bekannte und verborgene Leistungen von Wienerinnen aufmerksam machen.

Das am heutigen Donnerstag präsentierte zwölfteilige Foto-Projekt “Citylights [Wiener Frauen]” von “KÖR Kunst im öffentlichen Raum” soll die Frauen “außerhalb der musealen Räume in einer Art Straßengalerie der Bevölkerung in Erinnerung rufen”, hieß es in den Presse-Unterlagen. Die Hommagen werden dort gezeigt, wo einem sonst Produktwerbung entgegenleuchtet, in den leuchtenden Werbe-Ständern “Citylights”.

In 400 derartigen Citylight-Kästen werden von Andessner berühmte, aber auch fast vergessene Wiener Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts aus den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft porträtiert – indem sie diese “nachempfindet” und so quasi in ihre Rolle schlüpft. Gewürdigt werden so u.a. Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, die Schauspielerin und Kaiser-Freundin Katharina Schratt, die als Freuds Patientin “Anna O.” in die Geschichte der Psychoanalyse eingegangene Bertha Pappenheim oder auch Architektur-Pionierin und Widerstandskämpferin Margarete Schütte-Lihotzky.

Das Projekt ist zwischen historischer Betrachtung und zeitgenössischer Kunst angesiedelt und wird von einer Vortragsreihe im project space der Kunsthalle Wien begleitet. Ebenso wird ein Stadtrundgang zu den ehemaligen Adressen der Protagonistinnen angeboten. Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (S) freute sich laut Presseunterlagen, dass mit dem Projekt “Wienerinnen im Stadtbild ein Gesicht bekommen”, die “mit Selbstvertrauen, Kampfgeist und sehr viel Ausdauer ihre Ziele durchgesetzt haben”.

Web: http://www.wienerfrauen.at

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