Letzter Rettungsversuch im Bergwerk von Utah

Über zwei Wochen nach dem Bergwerksunglück im US-Bundesstaat Utah sollte ein letzter Versuch zur Ortung der sechs verschütteten Minen-Arbeitern gestartet werden.

Die Rettungsmannschaften wollten am Freitag mit der Bohrung eines sechsten Lochs in die Tiefe der Mine beginnen, berichtete die „Salt Lake Tribune“ am Donnerstag.

Wenn auch diesmal keine Lebenszeichen aufgefangen würden, werde die Rettungsaktion eingestellt, sagte der Mitinhaber der Mine, Bob Murray im nahe gelegenen Huntington. „Wenn wir dort niemanden lebendig finden, weiß keiner, wo man noch bohren soll.“ Murray kündigte Konsequenzen nach dem Bergwerks-Unglück an. Er habe bereits Vorkehrungen getroffen, um die Crandall Canyon Mine für immer zu schließen. „Ich werde nie wieder zu diesem teuflischen Berg zurückkehren.“

Das sechste Bohrloch wird voraussichtlich am Samstag zu dem Minenteil vorangetrieben werden, in dem die vermissten Männer vermutlich kurz vor dem Einsturz gearbeitet hatten. Bislang hatte es bei den fünf Bohrungen, die das Herablassen von Mikrofonen und Kameras ermöglichen, keine eindeutig registrierten Lebenszeichen in den Schächten gegeben.

Seit dem 6. August sind die sechs Bergleute in dem Kohlebergwerk in rund 500 Meter Tiefe und etwa 6,5 Kilometer vom Eingang der Mine entfernt eingeschlossen. Ob die Männer den Stolleneinbruch überlebt haben, ist inzwischen sehr ungewiss. Bei einem erneuten Einsturz vergangene Woche waren drei Mitglieder des Rettungsteams von Geröll erschlagen worden. Sechs weitere wurden verletzt.

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