Letzte Fahrt der "alten" U6

Eine Ära geht zu Ende. Wehmütig verabschieden wir uns von der "Stadtbahngarnitur". Stadtreporter Video: 

Ein trauriger Tag für alle Freunde der „alten” U6. Die roten Wagen des Typs „E6/c6″ haben jetzt endgültig ausgedient. Zumindest in Wien, denn andere europäische Städte freuen sich über unsere guten alten „Stadtbahnwaggons”. Utrecht und Warschau gelten als die Städte, in welchen auch künftig die roten, alten Gefährte unterwegs sein sollen. Auch wenn sie dort auf der Straße, bzw. dem dort befindlichen Gleiskörper und nicht im U-Bahnschacht unterwegs sein werden, zeigt es doch, wie hoch der Anspruch der Wiener ist, was die Öffis betrifft.

Die neuen Züge der U6 bieten objektiv gesehen durchaus Vorteile: Die Niederflurwagen sind bequemer, was den Ein- und Ausstieg betrifft, fassen mehr Fahrgäste und fahren um 20 km/h schneller als die alten Garnituren. Die U6 kann daher ab sofort die Intervalle verkürzen, zumindest die weiter draußen gelegenen Stationen, sind jetzt besser versorgt, da nun die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ausgenutzt werden kann. Kritiker der neuen Wagen beklagen das „Plastikgefühl”, klimatisierte Luft statt Frischluft und Verlust des „erhöhten” Stadtbahngefühls inklusive besserem Panoramablick, der in den alten (höheren) Wagen garantiert war. Was die Videoüberwachung betrifft, scheiden sich die Geister: Manche begrüßen das „Big-Brother-Eye” als Sicherheitsplus, andere fühlen sich überwacht und verunsichert. Vermutlich vor Allem die Freunde des U-Bahn-Graffiti und des Taschendiebstahls. Mehr zum nostalgischen Abschied von der „alten” U6 gibt’s im Video.

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