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Leberkäse-Muffins, Zuckerl und Co.: Wiener wählten ihre Lieblings-Lebensmittelhändller

Einige Wiener Lebenmittelhändler durften sich über einen Genuss Award 2020 freuen.
Einige Wiener Lebenmittelhändler durften sich über einen Genuss Award 2020 freuen. ©Jennifer Fetz
Die Wiener konnten bei einem Online-Voting ihren Lieblings-Lebensmittelhändler wählen. Dieser erhielt dann einen Genuss-Award. Hier erfahren Sie, welche Lebensmittelhändler in Wien besonders beliebt sind.

Beim Online-Voting für den Genuss Award gingen tausende Stimmen ein. Die Wiener konnten dabei ihren Lieblings-Lebensmittelhändler wählen. Unter anderem wurden Unternehmen mit außergewöhnlichen Kreationen wie Leberkäse-Muffins oder Händler mit Fokus auf Nachhaltigkeit prämiert. Bei den Sonderkategorien wurde außerdem ein Projekt, bei dem Langzeitarbeitslose per Fahrrade Einkäufe ausliefern und eine App, die gegen Lebensmittelverschwendung vorgeht, ausgezeichnet.

Vorhang auf für die beliebtesten Wiener Unternehmer

"Genuss hat in Wien einen hohen Stellenwert. Doch wo wäre dieser Genuss ohne jene Menschen, die durch ihre tägliche Begeisterung und Liebe für ihren Beruf dazu beitragen, dass unsere Stadt diese Vielfalt an Schmankerln, Produkten und Spezialitäten bieten kann? Was wären unsere Grätzeln ohne die Geschäfte ums Eck, die Wien so lebenswert machen?", sagt Margarete Gumprecht, Obfrau des Landesgremiums des Lebensmittelhandels in der Wirtschaftskammer Wien. "Es war an der Zeit, diese Personen vor den Vorhang zu holen und denjenigen, die ihren Kundinnen und Kunden tagtäglich Freude bereiten, diese Freude auch einmal zurückzugeben. Deshalb riefen wir den Genuss Award ins Leben."

Die Sieger des Online-Votings:

  • Kategorie "Feinkost": Das Floridsdorfer "Tasty Retro" ging hier als Sieger hervor. Hier werden Spezialitäten von Familienunternehmen angeboten, von Fleisch, Teigwaren über Curry bis hin zu Honig. Besondere Beliebtheit genießen ausgefallene Kreationen wie der Leberkäse-Muffin oder Leberkäse-Guglhupf.
  • Kategorie "Obst und Gemüse": Hier wurde das LGV Gärtnergschäftl in der Kettenbrückengasse ausgezeichnet. Im Geschäft wird mitten in der Innenstadt das frischeste Obst und Gemüse der Wiener Gärtnerinnen und Gärtnern sowie von Gemüsebäuerinnen und -bauern aus dem Seewinkel angeboten. Die Produkte können verpackungsreduziert oder sogar unverpackt gekauft werden. Außerdem gibt es Frühstück, Kuchen und Kaffee.
  • Kategorie "Fischhändler": Als beliebtester Fischhändler Wiens wurde das Geschäft Fisch & Co von Wilhelm Vranovsky gewählt. Den Betrieb im 14. Wiener Gemeindebezirk gibt es schon seit 45 Jahren. "Verkauft werden nur Lebensmittel, die uns auch selbst schmecken", beschreibt Vranovsky das Motto von Fisch & Co. Im Sortiment sind ausschließlich nachhaltig gefangene Fische, Bioweine und Biogemüse.
  • Kategorie "Naturkost": Hier wurde essenswert.at zum Preisträger. Das Ziel des Geschäfts ist, dass keine Lebensmittel verschwendet werden. Nach Vorbestellung im Webshop liefern die Bauern genau die gewünschten Produkte, die dann von den Kunden im Laden abgeholt werden können.
  • Kategorie "Süßwaren": Die Zuckerltante in Wien-Brigittenau konnte hier den Sieg verbuchen. Das Geschäft wird bereits in vierter Generation geführt.

Weitere Preise in Sonderkategorien vergeben

Neben der Publikumswahl wurden auch von einer Jury weitere Preise verliehen.

Die Sieger in den Sonderkategorien

  • Kategorie "Großhandel mit Lebensmitteln": Hier gewann die Firma Orient Marketing Service, sie ist auf ethische Produkte spezialisiert. Österreich- und europaweit tätig, produziert das Familienunternehmen in der Türkei auch selbst Oliven und Olivenöl. Gründer Ayhan Bakan startete 1984 ganz klein mit 60 Artikeln, mittlerweile hat Orient an die 3.000 verschiedene Artikel im Sortiment.
  • Kategorie "Soziales Engagement": Die Spar AG in der Ostregion hat mit Michl’s bringt’s eine einzigartige Kooperation gestartet, die sowohl den sozialen als auch den ökologischen Aspekt beinhaltet. Gemeinsam mit dem AMS werden Langzeitarbeitslose wieder in Beschäftigung gebracht, die per Fahrrad den Einkauf an Kundinnen und Kunden ausliefern.
  • Kategorie "Innovation": Der Preis in dieser Kategorie ging an die App "Too Good To Go". Teilnehmende Restaurants, Cafés und Lebensmittelhändler können über diese App Lebensmittel anbieten, die am Ende des Tages noch nicht verkauft sind. Die User können über ihre Smartphones direkt bezahlen und am Abend ihr "Überraschungssackerl" abholen. Eine Idee, die einen Impuls gegen die Wegwerfgesellschaft setzt.
  • Kategorie "Lebenswerk": Mit dem Schokoladegeschäft Bonbons Anzinger konnte Hildegard Anzinger den Preis in dieser Kategorie entgegennehmen.

(Red)

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