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Lebenslang für Bankraub und Mord

Symbolbild &copy bilderbox
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Lebenslange Haftstrafe für Bankraub und Mord in Gerasdor: Das Urteil gegen 35-jährigen Herbert K. ist noch nicht rechtskräftig - Einweisung in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Zu lebenslanger Haft wurde am Montagabend der 35-jährige Herbert K. am Landesgericht Korneuburg verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, am 24. Februar 2003 die Raika-Filiale in Gerasdorf bei Wien überfallen, kurz darauf einen 59-jährigen Mann mit sieben Schüssen getötet und einen Wehrdiener in dessen Auto als Geisel genommen zu haben. K.s Anwalt legte Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung ein. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

Täter beteuerte seine Unschuld

K. war im November 2003 von der Gendarmerie in Poysdorf festgenommen worden, nachdem die Beamten im Zuge einer Ausweiskontrolle zwei Faustfeuerwaffen – darunter auch die Tatwaffe – gefunden hatten. Der 35-Jährige beteuerte jedoch von Anfang an seine Unschuld, sein Anwalt forderte einen Freispruch.

Dem Urteil war eine überaus langwierige und zähe Verhandlung voran gegangen, die insgesamt zwölf Stunden dauerte. Trotz akribischer kriminaltechnischer Ermittlungen und zahlreicher Indizien war es nicht gänzlich gelungen, Herbert K. seine Tat nachzuweisen. Er war zwar bei seiner Verhaftung im November 2003 im Besitz der Tatwaffe, doch auf Grund fehlender DNA-Spuren am Tatort war es nicht möglich, den Täter eindeutig zu überführen.

Identität des Täters nicht eindeutig feststellbar

Selbst die deutlichen Bilder der Überwachungskamera in der Raika-Filiale Gerasdorf konnten keinen Aufschluss über die Identität des Räubers liefern. Obwohl unter der weißen Maske optische Brillen sowie die Kopfhörerdrähte eines Polizeifunkabhörgerätes – beides besaß K. – erkennbar waren, bestanden weiterhin geringe Zweifel an seiner Schuld.

Der Beschuldigte blieb stets bei seiner Version, er habe die Tatwaffe erst lange nach dem Raubüberfall im Wiener Rotlichtmilieu erworben und von der Existenz einer Raika-Filiale in Gerasdorf gar nichts gewusst. Nach einem missglückten Ausbruchsversuch aus der U-Haft körperlich schwer gezeichnet, verweigerte K. bei vielen Fragen des Richters die Aussage. Auch eine Untersuchung durch Ärzte lehnte er kategorisch ab, gab aber an, er leide an zwei unheilbaren Nervenerkrankungen.

Beweislast war schließlich erdrückend

Doch die gesamte Beweislast schien erdrückend. Denn bei K. wurden bei der Festnahme nicht nur zwei geladene Faustfeuerwaffen sichergestellt, sondern auch Zusatzmagazine. In einem Brief fand man die Notiz, er wolle „in den Krieg ziehen“. K. wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

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