Leader St. Pölten und Verfolger Admira in 2. Liga nur 1:1
Der Vierte FAC und Fünfte Lustenau haben mit einem Rückstand von vier Punkten auch noch Chancen auf den Winterkönig. Vor Weihnachten stehen noch zwei Runden der Rückrunde auf dem Programm. Die Young Violets Austria Wien verbesserten sich mit einem 2:1-Erfolg in Kapfenberg auf Rang sechs, wobei Valentin Toifl mit einem Doppelpack (41., 87.) der Matchwinner war. Der FC Liefering und Austria Klagenfurt teilten in der Red Bull Arena in Wals-Siezenheim die Punkte.
Der in der Tabelle große Unterschied der beiden Teams wurde auf dem Platz in Wels bei sehr starkem Nebel vor nur 848 Zuschauern nur selten augenscheinlich. Schiedsrichter Julian Schnur hatte nicht nur aufgrund der schlechten Sicht alle Hände voll zu tun. Hertha-Tormann Kilian Schröcker zog im Strafraum gegen Marco Hausjell die Notbremse (30.). Das war die beste Entscheidung, zumal er nicht nur mit der Gelben Karte davonkam, sondern auch den Strafstoß von Marc Stendera abwehren konnte. Noch vor der Pause folgten drei weitere Gelbe Karten wegen teils sehr hartem Einsteigen.
St. Pölten schwächelt aktuell
Kurz nach Wiederbeginn beförderte St. Pöltens Timo Altersberger (49.) einen kurz abgespielten Stendera-Freistoß von der Strafraumgrenze flach ins Eck. Die Gäste begnügten sich mit dem Verwalten des Vorsprungs und wurden bestraft. Nach einem Foul von Lukas Buchegger zeigte Schnur diesmal auf der anderen Seite auf den Elferpunkt und Andrija Bosnjak verwertete souverän (82.). St. Pölten konnte fünf der jüngsten sechs Pflichtspiele nicht gewinnen. Wels holte wie in der erst im Elferschießen verlorenen 2. Cup-Runde gegen St. Pölten nach regulärer Spielzeit ein Remis. Viermal in Folge bzw. zu Hause fünfmal gab es für die zwölftplatzierten Welser keine Niederlage mehr.
Die Admiraner wussten zu Spielbeginn vom Ausrutscher des NÖ-Rivalen, konnten auf schwierigem Terrain samt sehr rutschigem, weil gefrorenem Boden vor der Pause aber keine Akzente setzen. Glück hatten sie, dass Flavio dos Santos an Jörg Siebenhandl scheiterte (43.). Gleich nach Wiederbeginn nutzten die Südstädter ihre erste Möglichkeit. Eine Weberbauer-Flanke landete bei Alexander Schmidt, der kaltschnäuzig abschloss und mit Saisontor Nummer acht (48.) nun geteilter Zweiter der Liga-Schützenliste ist. "Joker" Tomislav Glavan (78.) bewahrte die Wiener mit einem sehenswerten Halbvolley vor einer Niederlage.
Den vierten Sieg in Folge der zwölf Partien unbesiegten Amstettner fixierte Felix Köchl in der 70. Minute.
(APA)