"Le Monde": Arafat starb an Blutkrankheit

Palästinenser-Präsident Yasser Arafat ist nach Informationen der französischen Tageszeitung „Le Monde“ an einer schweren Blutkrankheit gestorben. Die Ärzte schließen eine Vergiftung angeblich aus.

Dies berichtete das Blatt in seiner Donnerstagsausgabe. Arafat, der am vergangenen Donnerstag gestorben war, litt demnach bereits bei seiner Einlieferung in Clamart Ende Oktober an einer Disseminierten Intravasalen Gerinnung (DIC). Bei dieser Störung ist das Gerinnungssystem des Blutes völlig außer Kontrolle geraten; die daraus folgenden Gefäßverschlüsse können zum Tode führen.

Die Pariser Wochenzeitung „Le Canard Enchaine“ hatte am Mittwoch berichtet, dass Arafat bei seiner Einlieferung auch an einer Leberzirrhose gelitten habe. Für seinen Tod zwei Wochen später seien aber mehrere Faktoren verantwortlich gewesen, schrieb das Blatt unter Berufung auf Ärzte, die Zugang zu Arafats Krankenakte hatten. Eine Leberzirrhose sei entgegen der landläufigen Meinung nicht immer auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen, sagte ein Arzt des Percy-Militärhospitals. Im Falle des Präsidenten sei dies auszuschließen.

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