AA

Lawinenabgang in Südtirol forderte zwei Todesopfer

Ein Lawinenabgang in Sulden in Südtirol hat am Freitag zwei Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Bergrettung wurden zwei Mitglieder einer dreiköpfigen Tourengehergruppe von einem rund 300 Meter breiten Schneebrett mitgerissen und verschüttet. Für die beiden kam jede Hilfe zu spät.

Das Unglück hatte sich gegen 14.00 Uhr ereignet. Die Gruppe war auf der Nordseite des 2.813 Meter hohen Hintergradkopfes abgefahren. Der Begleiter, der zum Zeitpunkt des Lawinenabganges den Steilhang bereits hinter sich gelassen hatte, alarmierte mittels Handy die Einsatzkräfte. Nach ersten Informationen der Bergretter dürfte es sich bei den Verunglückten um Urlauber aus Tschechien handeln.

“Einer der Männer hat sich rund sechs Meter unter der Oberfläche befunden, der andere ist eineinhalb Meter von den Schneemassen verschüttet worden”, schilderte ein Bergretter der APA. Im Einsatz standen die Rettungshubschrauber “Pelikan I” und “Aiut Alpin Dolomites”, die Bergrettung Sulden und die Feuerwehr.

In weiten Teilen Südtirols herrschte am Freitag erhebliche Lawinengefahr, die Stufe “3” der fünfteiligen Skala. Gefahrenstellen befänden sich an Steilhängen aller Expositionen, teilten die Experten des Lawinenwarndienstes mit. Bereits bei geringer Zusatzbelastung sei eine Auslösung möglich.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Lawinenabgang in Südtirol forderte zwei Todesopfer
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen